Norwegischer Staatsfonds übernimmt Anteile an RWE-Windparkprojekten in Dänemark

Als Baustandort für den Offshore-Windpark Thor wird der dänische Hafen Thyborøn dienen.©RWE

Oslo, 31. März 2025. Norges Bank Investment Management (NBIM), Verwalter des norwegischen Staatsfonds Government Pension Fund Global, hat einen Anteil von 49 Prozent an zwei im Bau befindlichen Offshore-Windprojekten in Dänemark und Deutschland erworben. Die Vereinbarung wurde am 26. März 2025 unterzeichnet und soll zu Beginn des dritten Quartals 2025 abgeschlossen sein, teilt NBIM mit. Verkäufer ist die RWE AG, Essen. Die Offshore-Windprojekte mit den Namen Thor und Nordseecluster sollen 2027 bzw. 2027/29 fertiggestellt werden.

Für den 49-Prozent-Anteil an den beiden Projekten zahlt Norges Bank Investment Management 1,4 Milliarden Euro. Der Wert der Projekte beträgt rund 2,87 Milliarden Euro. Insgesamt zahlt Norges Bank Investment Management für die Anteile und seinen Anteil an den künftigen Baukosten rund vier Milliarden Euro. Die Transaktion werde laut NBIM ohne externe Finanzierung erfolgen.

RWE bleibt mit einem Anteil von 51 Prozent weiterhin Teilhaber und Betreiber des Projekts. Die Projekte verfügen über langfristige, vertraglich vereinbarte Einnahmen, die stabile Erträge für die Projekte sicherstellen und das Risiko reduzieren.

Die Gesamtkapazität der Projekte beträgt 2.640 MW. Thor wird voraussichtlich 72 Windturbinen mit jeweils 15 MW und einer Gesamtkapazität von 1.080 MW installieren. Damit wird Thor Dänemarks bislang größter Offshore-Windpark. Dies entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von mehr als einer Million dänischer Haushalte. Im Nordseecluster sollen 104 Windkraftanlagen mit je 15 MW installiert werden, die eine Gesamtleistung von 1.560 MW erreichen. Dies entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von mehr als 1,6 Millionen deutschen Haushalten.

Als Offshore-Baustandort für seinen Offshore-Windpark Thor wird der Hafen Thyborøn dienen. Er wurde von RWE als Heimathafen für die Serviceschiffe des Projekts und das Kontrollzentrum für die Steuerung der Schiffslogistik und des Schiffsverkehrs während der gesamten Offshore-Bauphase ausgewählt. Darüber hinaus werden vom dänischen Hafen aus während der Phase der Fundamentinstallation ab Frühjahr 2025 sekundäre Stahlkonstruktionen umgeschlagen. Zu diesem Zweck wird Buss Ports eine rund 100.000 Quadratmeter große Fläche und den dazugehörigen Kai im südlichen Teil des Hafens mieten und betreiben, teilt RWE mit.

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Eine Fahrt mit dem Arctic Train auf der nördlichsten Bahn Norwegens