Norwegen will seine Handelspolitik verstärken

Norwegen hat 30 bilaterale Freihandelsabkommen mit 41 Ländern abgeschlossen. Mit einer Reihe von Ländern laufen Verhandlungen über neue Freihandelsabkommen.©regjeringen.no

Oslo, 28. November 2024. Norwegens Regierung sieht eine engeren Zusammenarbeit, offene Märkte und einen regulierungsbasierten Handel als entscheidende Faktoren für die künftige Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand Norwegens. Am 28. November übergab Industrieministerin Cecilie Myrseth einen handelspolitischen Berichts der Regierung mit dem Titel „Handel im Wandel der Zeiten“ an das Storting. In einer Pressekonferenz betonte sie, dass, wenn das Konfliktniveau zunimmt und der Marktzugang unvorhersehbarer wird, kleinere Volkswirtschaften wie Norwegen besonders betroffen seien. Daher arbeite Norwegen daran, das multilaterale Handelssystem und seine Beziehungen zur EU und zu den USA zu stärken. „In einer Zeit zunehmender Zollinanspruchnahme werden wir den engen Kontakt mit unseren Kollegen in Washington und Brüssel priorisieren“, sagte die Wirtschaftsministerin.

„Jeder fünfte Arbeitsplatz in Norwegen ist ein direktes Ergebnis des Exports. Dies unterstreicht unsere Abhängigkeit von offenen Märkten und stabilen Handelsbedingungen. Jetzt müssen wir mehr denn je den regelbasierten Handel unterstützen und die Zusammenarbeit mit Ländern stärken, die unsere Werte und Interessen teilen“, so Myrseth weiter.

Das EWR-Abkommen sei zusammen mit der WTO und den bilateralen Handelsabkommen weiterhin die tragende Säule der norwegischen Handelspolitik. Gleichzeitig wies Myrseth auf die aktiven Bemühungen der Regierung hin, Handelshemmnisse abzubauen und die Wettbewerbsfähigkeit durch neue und aktualisierte Handelsabkommen zu fördern.

„Im vergangenen Jahr haben wir bei mehreren Handelsabkommensverhandlungen gute Ergebnisse erzielt, nicht zuletzt haben wir ein historisches Handelsabkommen mit Indien abgeschlossen. Wir arbeiten zielstrebig daran, in naher Zukunft wichtige Verträge abzuschließen.“ Die Regierung habe eine klare Richtung für die künftige norwegische Handelspolitik: Norwegen müsse Offenheit mit Sorgfalt in Einklang bringen und der Zusammenarbeit Priorität einräumen, die ein sicheres und nachhaltiges Wachstum für Norwegen gewährleistet.

Norwegen hat 30 bilaterale Freihandelsabkommen mit 41 Ländern abgeschlossen. Mit einer Reihe von Ländern laufen Verhandlungen über neue Freihandelsabkommen.

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