
Oslo, 14. November 2024. Die traditionelle Seterkultur in Norwegen soll in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Unesco aufgenommen werden. Die Eintragung soll bereits Anfang Dezember erfolgen. Das teilt die Organisation Norsk Seterkultur mit. Als Seter bezeichnet man eine norwegische Almwirtschaft.
Nach Angaben des Unesco-Komitees gebe es mehrere Aspekte des traditionellen Seterbetriebs, die einen Platz auf der Liste verdienen. Das Komitee betont, dass der Seterhof eine wichtige Rolle als Quelle lokal produzierter Lebensmittel, der Wissens- und Traditionsvermittlung sowohl innerhalb der Familien als auch für neue Interessierte spielt. Hervorgehoben wird außerdem, dass der Seterbetrieb die Gesundheit und das Wohlbefinden sowohl der Betreiber als auch der Gäste der Seterhöfe fördert.
Die Organisationen Setermiljøet in Norwegen und Fäbodmiljøet in Schweden haben sich seit mehreren Jahre um einen Platz auf der Unesco-Liste zu erhalten. Die beiden Organisationen in Norwegen und Schweden treffen sich zur offiziellen Unterzeichnung am 6. Dezember in Oslo, das Unesco-Treffen selbst findet jedoch in Paraguay in Südamerika statt. Die Hoffnung besteht darin, dass eine solche Anerkennung durch die Unesco dazu beitragen wird, den Status des Seterbetriebs zu erhöhen und dazu beizutragen, diese Tradition in eine neue Ära weiterzugeben.
Norwegens Landfrauenvereinigung besitzt bereits den Unesco-Status als Lebensmittelexperte. Norwegen hat außerdem acht Stätten auf der UNESCO-Welterbeliste, vier immaterielle Kulturerbestätten, drei Geoparks und ein Biosphärenreservat.
