
Kongsberg, 31. Oktober 2024. Der norwegische Kfz-Zulieferer Kongsberg Automotive (KA) kündigt neue Initiativen zur Kostenanpassung, Aufrechterhaltung der Effizienz und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit als Reaktion auf die kurzfristig geringere Kundennachfrage an. Dazu gehört auch der Abbau von 150 Stellen. Als Reaktion auf die Auswirkungen unsicherer Marktbedingungen und Änderungen der Kundennachfrage legte das Unternehmen jetzt eine aktualisierte Finanzprognose für das Gesamtjahr 2024 vor.
Neue Gemeinkostensenkungen zielen auf jährliche Einsparungen von mindestens 10 Millionen Euro ab 2025 ab. Die aktualisierte Prognose für 2024 geht von Umsatzerlöse im Bereich von 760 bis 790 Millionen Euro aus (vorher 790-830 Mio. EUR) und und einem EBIT von 18-23 Mio. EUR (vorher 28-35 Mio. EUR). Dies spiegele den niedrigeren Umsatz, einmalige Kosten im Zusammenhang mit der Senkung der Gemeinkosten und höher als erwartete Garantiekosten wider. Die Prognose für Neugeschäftsabschlüsse werde beibehalten.
„Kostensenkungen und betriebliche Effizienz helfen uns, geringere Volumina auszugleichen und positionieren KA für eine höhere langfristige Profitabilität. Wir sind auf Kurs, die Gemeinkosten bis 2024 um 17 Millionen Euro zu senken und haben zusätzliche jährliche Einsparungen von mindestens zehn Millionen Euro identifiziert, die ab dem dritten Quartal 2025 voll wirksam werden. Diese Schritte werden uns helfen, in einem Markt mit starkem zugrundeliegendem langfristigem Wachstum effizient, nachhaltig und wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagt Linda Nyquist-Evenrud, Präsidentin und CEO von KA.
Die neuen Kostenanpassungen seien eine direkte Reaktion auf den aktuellen Markt und beinhalten eine Reduzierung der weltweiten Belegschaft um etwa 150 Stellen, teilt das Unternehmen mit. Die Maßnahmen sollen im vierten Quartal 2024 und im ersten Halbjahr 2025 eingeführt und spätestens ab dem dritten Quartal 2025 voll wirksam werden. Das Unternehmen erwartet, im vierten Quartal 2024 damit verbundene einmalige Kosten in Höhe von zwei Millionen Euro zu verbuchen.
KA werde außerdem die Überprüfung der Betriebsstruktur fortsetzen, um Kundennähe sicherzustellen, und Produktion, Technologie und Produktportfolio auf der Grundlage von Wettbewerbsvorteilen und Rentabilitätsanforderungen optimieren. Diese mittelfristigen Maßnahmen würden dazu beitragen, die kommunizierten finanziellen Ziele für 2028 zu erreichen.
Einen Gewinneinbruch im Bereich Automobiv meldet in dieser Woche auch die Møller Mobility Group, der größte Autohändler Skandinaviens, der Modelle der Volkswagen-Gruppe verkauft. Der Umsatzrückgang habe bisher in diesem Jahr 12,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr betragen, die Gewinnmarge verringerte sich in diesem Jahr von 5,1 Prozent auf 3,4 Prozent. Hauptgrund für den Rückgang sei eine herausfordernde Marktsituation bei Neuwagen, die durch starken Preiswettbewerb und hohe Zinsen gekennzeichnet sei.
