
Oslo, 23 Oktober 2023. Sieben norwegische Unternehmen haben aus dem EU-Innovationsfonds 5,7 Milliarden NOK (484 Millionen Euro) erhalten. Dies ist der höchste Betrag, der jemals aus dem EU-Innovationsfonds für norwegische Projekte zur Verfügung gestellt wurde. Darüber hinaus erhielten noch nie so viele norwegische Unternehmen eine so hohe Zuwendung in derselben Ausschreibung. Unterstützt werden die Unternehmen Hystar, Evoy, Inovyn, CRUDA, Reach Subsea, Nel Hydrogen Electrolyser, Altera Infrastructure und Flex Fuels. Sie repräsentieren mehrere Sektoren – sowohl die Kohlenstoffabscheidung, den Seetransport, erneuerbare Kraftstoffe als auch die Produktion von Komponenten für die Wasserstoffproduktion. Die einzelnen Förderbeträge variieren von 13 Millionen Euro bis über 200 Millionen Euro.
Der Innovationsfonds unterstützt die Ausweitung und Kommerzialisierung neuer Technologien, die im Einklang mit den Klimazielen der EU bis 2050 zu erheblichen Emissionsreduzierungen führen. Der Fonds wird durch das Klimaquotensystem der EU finanziert, an dem auch Norwegen beteiligt ist. Die Beteiligung erfolgte über das Förderprogramm der norwegischen Agentur Enova, der Kontaktstelle für Antragsteller beim EU-Innovationsfonds. Sechs der norwegischen Unternehmen hat Enova bei der Antragstellung unterstützt. Den Antragstellern wurde jeweils eine Unterstützung von bis zu 500.000 NOK gewährt, um die mit der Antragsarbeit verbundenen Kosten zu decken. „Diese Auszeichnung zeige, dass norwegische Unternehmen auf höchstem internationalen Niveau konkurrieren können, sagt Nils Kristian Nakstad, Geschäftsführer von Enova.
Insgesamt hat die Kommission hat am 23. Oktober 2024 85 innovative Netto-Null-Projekte bekanntgegeben, die aus dem Innovationsfonds Zuschüsse in Höhe von 4,8 Milliarden Euro erhalten. Damit sollen hochmoderne saubere Technologien in ganz Europa umgesetzt werden. Zum ersten Mal werden im Rahmen der Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen 2023 Projekte unterschiedlicher Größenordnung (groß, mittel und klein sowie Pilotprojekte) und mit einem Schwerpunkt auf der Cleantech-Fertigung gefördert. Dies ist die größte Ausschreibung seit Einführung des Innovationsfonds im Jahr 2020. Die Gesamtförderung beläuft sich damit auf 12 Milliarden Euro und die Zahl der Projekte hat sich um 70 Prozent erhöht.
Die ausgewählten Projekte befinden sich in 18 Ländern: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Kroatien, Italien, Ungarn, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Slowakei, Finnland, Schweden und Norwegen. Sie decken ein breites Spektrum an Sektoren aus den folgenden Kategorien ab: energieintensive Industrien, erneuerbare Energien, Energiespeicherung, industrielles Kohlenstoffmanagement, Netto-Null-Mobilität (einschließlich See- und Luftfahrt) und Gebäude.
Die Projekte sollen vor 2030 in Betrieb gehen und in den ersten zehn Betriebsjahren voraussichtlich zu einer Emissionsminderung von rund 476 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten führen. Dies wird zur Verwirklichung der europäischen Dekarbonisierungsziele beitragen, indem es die Emissionen in den Sektoren verringert, deren Dekarbonisierung besonders schwierig ist, die europäische industrielle Fertigungskapazität stärkt und Europas Technologieführerschaft und Lieferkettenstabilität stärkt.
Die nächste Bewerbungsrunde startet im Dezember, die Frist endet nach Ostern 2025.
Faktenbox:
- Der Innovationsfonds der EU ist eines der weltweit größten Finanzierungsprogramme für die Umsetzung emissionsfreier und innovativer Technologien.
- Ziel des Innovationsfonds ist es, Lösungen zur Dekarbonisierung der europäischen Industrie auf den Markt zu bringen, den Übergang zur Klimaneutralität zu unterstützen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit zu fördern.
- Enova fungiert in Norwegen als nationale Kontaktstelle für den Innovationsfonds.
- Der Fonds wird bis 2030 schätzungsweise 40 Milliarden Euro für Projekte bereitstellen.
- Projektzuschüsse aus dem Fonds können bis zu 60 Prozent der Mehrkosten decken, die mit Investitionen in innovative Lösungen und den Betrieb von Projekten unterschiedlicher Größe verbunden sind.
- Der Fonds unterstützt innovative Demonstrationsprojekte im kommerziellen Maßstab in den Bereichen erneuerbare Energieerzeugung, Energiespeiche, Herstellung von Komponenten für erneuerbare Energien und Wasserstoffproduktio, Seeverkeh, Luftfahrt, CO2-Management (CCUS), neue Prozesse und Produkte in der energieintensiven Industrie.
