Meeresfrüchteindustrie als sechste nationale Exportinitiative Norwegens

Norwegen exportierte im dritten Quartal 2024 Meeresfrüchte im Wert von 44,1 Milliarden NOK. Das ist ein Anstieg von 2,2 Milliarden NOK oder fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.©Norwegian Seafood Council

Oslo, 14. Oktober 2024. Vor zwei Jahren hat Norwegens Minister für Wirtschaft und Industrie Jan Christian Vestre die Exportreform „Hele Norge exporterer /Ganz Norwegen exportiert“ ins Leben gerufen – ein Förderprogramm zur Steigerung der Exporte außerhalb der Öl- und Gasindustrie. Basierend auf den Vorschlägen des National Export Council hat die Regierung bisher fünf strategische Exportförderungsinitiativen in den Bereichen Offshore-Windenergie, maritimer Sektor, Gesundheitsindustrie sowie Produktproduktion und -design sowie Tourismus gestartet. Nun soll die Meeresfrüchteindustrie als sechste Exportinitiative gefördert werden.

Ziel der Exportreform „Hele Norge exporterer /Ganz Norwegen exportiert“ ist es, die norwegischen Exporte der sogenannten Festlandindustrien, also der Branchen außerhalb der Öl- und Gasindustrie, bis 2030 um 50 Prozent zu erhöhen.

Norwegen sei heute der weltweit größte Exporteur von Meeresfrüchten, der eine breite Palette an Arten und Produkten aus Aquakultur und Fischerei umfasst, teilt die Regierung mit. Im Jahr 2023 wurden norwegische Meeresfrüchte im Wert von 172 Milliarden NOK exportiert. Damit sind Meeresfrüchte Norwegens zweitgrößte Exportindustrie nach Öl und Gas.

„Die weltweit steigende Nachfrage nach norwegischem Fisch hat Meeresfrüchte zu einer unserer wichtigsten Exportindustrien gemacht. Von Seiten der Regierung wollen wir eine ganzheitliche Investition in den Export der Fischindustrie, die zur Entwicklung einer innovativeren und nachhaltigeren Industrie beiträgt, die im ganzen Land Arbeitsplätze und Mehrwert schafft“, sagt Fischerei- und Meeresministerin Marianne Sivertsen Næss.

Wirtschaftsministerin Cecilie Myrseth unterstreicht bei der Vorstellung der Initiative, dass die gesamte Wertschöpfungskette für Meeresfrüchte gestärkt werden müsse. Sie könne Futtermittel, Impfstoffe, Medikamente, Brunnenboote, Serviceschiffe und andere Ausrüstung und Technologie für die Aquakulturindustrie und die Fischereiflotte liefern. Der Nationale Exportrat werde entsprechende Vorschläte vorlegen. Er wurde von der Regierung eingerichtet, um Ratschläge und Anregungen zur Exportarbeit zu geben und Initiativen zur Exportförderung vorzuschlagen, um Norwegens Position als führende Exportnation zu stärken.

  • Bisher wurden auf Anraten des National Export Council fünf nationale Exportinitiativen initiiert: Offshore-Windenergie, mehr und umweltfreundlichere maritime Exporte, die Gesundheitsindustrie sowie Produktproduktion und -design, Tourismus.
  • Der National Export Council hat die Meeresfrüchteindustrie als sechstes nationales Exportunternehmen vorgeschlagen. Im Frühjahr 2025 wird der Nationale Exportrat einen Bericht mit vorgeschlagenen Maßnahmen vorlegen.
  • Innovation Norway ist für die Umsetzung der Investitionen verantwortlich. 

Norwegen hat in diesem Jahr bisher Meeresfrüchte im Wert von 124,7 Milliarden Kronen exportiert. Das ist ein Anstieg von 626 Millionen Kronen oder einem Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

„Das Jahr 2024 war geprägt von Quotenkürzungen für Hering, Königskrabbe, Makrele und Kabeljau. Dies ist eine wichtige und notwendige Maßnahme, um weiterhin nachhaltige Fischbestände zu gewährleisten, hat aber natürlich zu geringeren Exportmengen geführt. Dass der Gesamtwert der Meeresfrüchteexporte im dritten Quartal dennoch gestiegen ist, liegt daran, dass Fisch aus Aquakultur den Quotenrückgang kompensiert hat“, erklärt Christian Chramer, CEO des Norwegian Seafood Council.

Das dritte Quartal war das beste für Forellen und Garnelen, teilt der Norwegian Seafood Council mit. Zum ersten Mal überstieg der Exportwert von Forellen in einem einzigen Quartal zwei Milliarden NOK, während der Exportwert von Garnelen in einem einzigen Quartal einen Rekordwert erreichte.

Dies sind die wertmäßig 10 größten Zielländer im dritten Quartal:

  1. Polen: 5,3 Milliarden NOK (-1 Prozent)
  2. Dänemark: 3,5 Mrd. NOK (-1%)
  3. USA: 3,2 Milliarden NOK (-2 Prozent)
  4. Niederlande: 3,0 Mrd. NOK (+9 %)
  5. Vereinigtes Königreich: 2,5 Mrd. NOK (+24 %)
  6. China: 2,5 Milliarden NOK (+16 Prozent)
  7. Frankreich: 2,4 Mrd. NOK (-10 %)
  8. Spanien: 2,0 Mrd. NOK (-7 %)
  9. Deutschland: 1,6 Milliarden NOK (+17 Prozent)
  10. Italien: 1,6 Mrd. NOK (-5 %)

Finden Sie hier den Zweijahresbericht der Regierung der Exportinitiative „Ganz Norwegen exportiert“. Lesen Sie auch

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