Norwegens Regierung präsentiert Zweijahresbericht der Exportinitiative „Ganz Norwegen exportiert“

Industrieminister Jan Christian Vestre präsentiert einen Zweijahresbericht zur Exportreform „Hele Norge exporterer/ Ganz Norwegen exportiert“.©Screenshot/Regjeringen.no

Oslo, 15. März 2024. Vor zwei Jahren hat Norwegens Minister für Wirtschaft und Industrie Jan Christian Vestre die Exportreform „Hele Norge exporterer /Ganz Norwegen exportiert“ ins Leben gerufen – ein Förderprogramm zur Steigerung der Exporte außerhalb von Öl und Gas bis 2030 um 50 Prozent. Mehrere strategische Exportvorhaben wurden beschlossen und eine Reihe von Programmen aufgelegt. Am 15. März präsentierte der Minister einen Zwischenbericht.

Durch die Exportreform arbeiteten die Behörden, die Wirtschaft und der Instrumentenapparat (wie Innovation Norway, Export Financing Norway und der Seafood Council) zusammen. Das bilde eine gemeinsame Exportkultur, in der jeder aktiv dazu beiträgt, das Exportziel zu erreichen, heißt es in einer Pressemitteilung des Industrieministerium. Die Regierung hat den Nationalen Exportrat eingerichtet, der dem Industrieminister Ratschläge und Anregungen gibt und Vorschläge für wichtige strategische Exportinitiativen formuliert. Der Rat besteht aus Vertretern der Wirtschaft und der Parteien des Arbeitslebens. Im Sekretariat für den Nationalen Exportrat wirken Vertreter der Parteien des Arbeitslebens und relevanter Ministerien mit. Diese Zusammenarbeit sei eine Innovation, die sicherstellt, dass Unternehmen und Parteien in die Zusammenarbeit beim Exportvorhaben einbezogen werden, teilt das Ministerium mit.

„Die Investitionen werden es norwegischen Unternehmen erleichtern, international erfolgreich zu sein. Die Ambitionen sind hoch und spiegeln die eigenen Ziele der Wirtschaft wider. Nichts deutet darauf hin, dass norwegische Unternehmen nicht die Klassenbesten sein sollten. Wir nehmen an der WM teil, nicht an der Rundstreckenmeisterschaft“, sagt Vestre.

Nach zwei Jahren Exportreform wurden bisher vier Initiativen gestartet:

  • Offshore-Wind (gestartet am 1. Dezember 2022): Sieben Maßnahmen, um eine ehrgeizige Investition mit dem Ziel zu ermöglichen, bis 2030 zehn Prozent des globalen Offshore-Windmarktes zu erobern, durch Stärkung des exportorientierten Politikapparats, Entwicklung einer gemeinsamen Marke und a separates Kompetenzprogramm.
  • Maritime Industrie (Start 2. Mai 2023): Zehn Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Exporterlöse unter anderem von Werften, Technologieunternehmen sowie Ausrüstungs- und Dienstleistungsherstellern bis 2030 um 51 Prozent zu steigern.
  • Gesundheitswirtschaft (Start 9. Februar 2024): Fünfzehn Maßnahmen wurden festgelegt, um die Exporte der Gesundheitswirtschaft bis 2030 von 22 Milliarden auf 50 Milliarden zu steigern, mit gemeinsamer Exportförderung in wichtige Märkte und Bündelung digitaler Produkte.
  • Produktproduktion und Design (Start am 21. Februar 2024): Sieben Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Exporte von Unternehmen im Bereich Produktproduktion und Design zu steigern, unter anderem durch die Stärkung des exportorientierten Politikapparats und die Umsetzung einer gemeinsamen Exportförderung.

Ein fünftes Exportprojekt im Tourismusbereich ist in Vorbereitung und soll noch vor dem Sommer gestartet werden.

„Zwei Jahre Export von Hele Norge haben nicht nur zu bedeutenden Exportinitiativen beigetragen, sondern auch den Grundstein für einen größeren internationalen Erfolg norwegischer Unternehmen gelegt. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, um Norwegens Position als führende Exportnation zu stärken“, so Vestre.

Der Industrieminister hebt fünf wichtige Meilensteine ​​der Exportreform hervor:

  • Eine neue Exportkultur, in der man gemeinsam an der Steigerung der Exporte arbeitet: Behörden, die Parteien des Arbeitslebens, die Geschäftswelt und Förderinstitute kooperieren, um im Team Norwegen offensive Maßnahmen im Ausland zu konzipieren und die Arbeit mit Exporten zu stärken und effizienter zu gestalten.
  • 38 konkrete Maßnahmen: Die Regierung hat auf der Grundlage von Beiträgen des National Export Council 38 konkrete Maßnahmen mit einer Gesamtzuweisung von über 170 Mio. NOK eingeleitet. Diese Maßnahmen sollen norwegische Unternehmen dabei unterstützen, international Aufträge zu gewinnen.
  • Verbesserter Zugang zu exportorientiertem Kapital: Durch die Reform hat die Regierung den Rahmen und das Darlehens- und Garantiemandat von Export Financing Norway (Eksfin) erweitert, sodass mehr Unternehmen eine Risikoentlastung beantragen können.
  • Das offizielle Markenprogramm „Made in Norway“ zielt darauf ab, die internationale Position norwegischer Unternehmen durch die Anerkennung zu stärken, die Norwegen als Marke repräsentiert.
  • Förderprogramm zur Exportförderung: Ein Förderprogramm für kleine und mittlere norwegische Unternehmen, das die Präsentation wettbewerbsfähiger grüner Lösungen auf internationaler Ebene unterstützt, senkt die Hürde für mehr Kleinunternehmen, den Schritt auf den internationalen Markt zu wagen.

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