Betreiber des Flughafenzuges Flytoget ab 2025 Tochtergesellschaft von Vygruppen

Der Airport-Express Flytoget am Flughafen Gardermoen bringt Reisende schneller zum Hauptbahnhof Oslo als die normalen Personenzüge. Entsprechend höher sind die Preise.©CF Salicath / Flytoget

Oslo, 19. September 2024. Zum 1. Januar 2025 wird das Unternehmen Flytoget AS, das den Airport Express Flytoget betreibt, von dem staatlichen Personenzugunternehmen Vygruppen AS übernommen. Flytoget wird eine Tochtergesellschaft der Vy-Gruppe. Der jetzige Airport-Express soll ab 2028 in den Zugverkehr in Ostnorwegen integriert werden. Damit soll sich das Reiseangebot in Ostnorwegen verbessern. Insbesondere soll es mehr Abfahrten zum Flughafen Gardermoen geben. Wie das Verkehrsministerium mitteilt, beginnen nun die Vorbereitungen für die Fusion. Die Abfahrten von Flytoget sollen bis 2028 wie gewohnt im Einklang mit der bestehenden Verkehrsvereinbarung erfolgen.

Im Jahr 2028 laufen die Lizenzen von Flytoget aus und die Strecken, die Flytoget derzeit betreibt, werden Teil des gesamten Streckenangebots in Ostnorwegen. Bis alle Zugabfahrten Teil des gesamten öffentlichen Verkehrssystems in Ostnorwegen sind, kann der Flytoget wie bisher genutzt werden.

Langfristig werde der öffentliche Nahverkehr nach Gardermoen noch besser sein. „Die Anreise zum und vom Flughafen wird einfacher, wenn alle Zugabfahrten Teil des gesamten öffentlichen Verkehrssystems in Ostnorwegen werden. Es wird weniger Wartezeiten zwischen den Abfahrten geben, mehr Platz und Reisende könnten Ruterbillett in allen Zügen nutzen“, sagt der Verkehrsminister Jon-Ivar Nygård.

Seit seiner Gründung habe Flytoget solide Ergebnisse erzielt und sich zu einer der stärksten Marken Norwegens entwickelt, mit einem klaren Bekenntnis zu den Bedürfnissen der Reisenden, teilt Vy mit. Die Kultur und die Mitarbeiter von Flytoget müssen nun in einer gemeinsamen und größeren Organisation fortgeführt und gestärkt werden.

Im Hauptstadtgebiet sei auf den Gleisen kein Platz für weitere Züge. Dies gelte insbesondere für den Eisenbahntunnel zwischen Oslo S und Skøyen, durch den viele Züge in Ostnorwegen fahren. „Ein neuer Eisenbahntunnel unter Oslo wird erst in vielen Jahren fertig sein. Um das Problem zu lösen, müssen wir die Kapazitäten in den Zügen dort, wo tatsächlich Platz ist, besser nutzen. Daher wurde bereits im März 2023 beschlossen, dass die von Flytoget genutzte Kapazität im Eisenbahnnetz letztendlich zur Stärkung des von Vy betriebenen Zugdienstes in Ostnorwegen genutzt werden soll. Der Zusammenschluss der beiden Unternehmen mache es einfacher und erschwinglicher, ein besseres Zugangebot für möglichst viele Reisende in ganz Ostnorwegen zu entwickeln, nicht nur auf der Strecke, die Flytoget heute betreibt“, erklärt der Verkehrsminister.

„Es ist bekannt, dass Mitarbeiter, Gewerkschaften und Flytoget als Unternehmen als eigenständiges Unternehmen weitermachen wollten. Dafür haben wir keine Genehmigung erhalten. „Wir nehmen die Entscheidung zur Kenntnis und werden das klare Ziel des Ministers verfolgen, die Kultur, Innovationskraft und Kundenorientierung von Flytoget in der neuen Organisation fortzuführen und zu stärken“, sagt Ståle Nistov, Geschäftsführer von Flytoget.

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