
Fornebu, 3. September 2024. Der norwegische Öl- und Gaskonzern AkerBP hat gemeinsam mit seinen Partnern Petoro und PGNiG Upstream Norway mit der Ölförderung im Tyrving-Feld in der Gegend von Alvheim begonnen. Die gewinnbaren Ressourcen in Tyrving werden auf etwa 25 Millionen Barrel Öläquivalent geschätzt. Parallel zum Förderbeginn läuft ein von Greenpeace Norwegen und Natur og Ungdom (Natur und Jugend) initiiertes Gerichtsverfahren über die Gültigkeit der Fördergenehmigungen für dieses und die zwei Öl- und Gasfelder Breidablikk und Yggdrasil. Greenpeace und Natur og Ungdom hatten am Bezirksgericht Oslo erfolgreich gegen den Staat wegen der Genehmigung von Produktions- und Entwicklungsplänen für drei Öl- und Gasfelder in der Nordsee geklagt. Sie behaupteten, dass die Genehmigung von Produktions- und Entwicklungsplänen für die Felder ungültig seien. Das Gericht gab den Klägern in ihrer Behauptung statt, dass die erteilten Genehmigungen aufgrund von Verfahrensfehlern ungültig seien. Das Gericht ordnete außerdem eine einstweilige Verfügung an. Der Staat legte dagegen Berufung ein. Vom 4. bis 12. September 2024 wird das Berufungsgericht Borgarting nun prüfen, ob die Entwicklung illegal genehmigter Ölfelder gestoppt werden muss.
Die Tyrving-Erschließung werde die geplante Lebensdauer des Alvheim-Feldes verlängern, die Produktion steigern und gleichzeitig sowohl die Stückkosten als auch die CO2-Emissionen pro Barrel senken, teilt AkerBP mit. Die Tyrving-Erschließung besteht aus drei Bohrlöchern und zwei neuen Unterwasserinstallationen (Verteiler), die an die bestehende Infrastruktur in East Kameleon und weiter an die Alvheim FPSO angeschlossen sind. Tyrving werde mit außergewöhnlich geringen Emissionen betrieben, die auf nur 0,3 kg CO2 pro Barrel geschätzt werden, heißt es in einer Pressemitteilung.
Aker BP betreibt sechs Vermögenswerte auf dem norwegischen Festlandsockel: Alvheim, Ivar Aasen, Skarv, Edvard Grieg, Ula und Valhall. Darüber hinaus ist das Unternehmen Partner von Johan Sverdrup.
