Norwegen übernimmt Vorsitz der Europäischen Freihandelsassoziation EFTA

Norwegen hat am 1. Juli 2024 den Vorsitz des EFTA-Rates übernommen. Norwegens Botschafter Petter Ølberg in Genf (r.), ehemaliger Botschafter in Deutschland, und EFTA-DVR Gustav Solvang wollen auf den Abschluss weiterer Freihandelsabkommen hinarbeiten, unter anderem mit dem Mercosur, Malaysia, Thailand und dem Kosovo.©Permanent Mission of Norway in Geneva

Oslo, 1. Juli 2024. Norwegen übernimmt am 1. Juli 2024 den Vorsitz der Europäischen Freihandelsassoziation EFTA und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. Das Ministertreffen im nächsten Jahr wird in Tromsø stattfinden. Der Vorsitz wird zwischen den Mitgliedstaaten aufgeteilt und dauert jeweils ein Jahr. Bis zum 30. Juni 2025 wird Norwegen die Sitzungen des EFTA-Rates leiten.

Norwegen hat im Rahmen der EFTA-Kooperation 31 Freihandelsabkommen mit 42 Ländern abgeschlossen. „Wir haben kürzlich ein historisches Handelsabkommen mit Indien unterzeichnet, und letzte Woche war ich in Genf, um ein modernisiertes Handelsabkommen mit Chile zu unterzeichnen. Während wir uns für die Interessen Norwegens einsetzen, stehen wir in einer Zeit großer geopolitischer Spannungen weltweit gemeinsam mit den anderen Mitgliedstaaten stärker da. Insgesamt erscheinen wir als ein viel größerer Markt und als ein interessanterer Handelspartner“, sagt sagt Wirtschaftsministerin Cecilie Myrseth.

Der EFTA-Rat ist das höchste Gremium der Organisation und trifft sich regelmäßig in Genf. Der Rat besteht aus Vertretern der Mitgliedsstaaten Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. Auf Ministerebene trifft sich der Rat einmal im Jahr, um wichtige Angelegenheiten für die Organisation zu besprechen und zu entscheiden.

Norwegen übernimmt den Vorsitz von der Schweiz, die die Organisation im vergangenen Jahr geleitet hat.

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