Nordisch-deutsches Gipfeltreffen in Stockholm

Nordische Ministerpräsidenten zusammen mit Bundeskanzler Olaf Scholz in Stockholm.©Tone Hertzberg / Büro des norwegischen Premierministers

Stockholm, 13. Mai 2024. Komplizierte Bedrohungen, zivile Bereitschaft und anhaltende Unterstützung für die Ukraine standen auf der Tagesordnung des nordisch-deutschen Gipfels in Stockholm, an dem die fünf nordischen Ministerpräsidenten und der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz teilnahmen. Die Zusammenkunft zeige das hohe Maß an Zusammenarbeit und Vertrauen zwischen den nordischen Ländern und Deutschland, erklärte Scholz.

Die „Nordics“ und Deutschland seien mehr als nur Nachbarn, unterstrich Scholz. Sie teilten die gleichen Werte und Interessen und arbeiteten in den unterschiedlichsten Fragen eng zusammen – für ein sicheres, freies und wohlhabendes Europa. Im Vergleich mit dem letzten Treffen im Sommer 2022 gebe es einen großen Unterschied: „Jetzt sind wir alle Mitglieder der NATO.“ Dies sei eine direkte Folge der russischen Aggression gegen die Ukraine. Die Mitgliedschaft Finnlands und Schwedens im Bündnis stärke die NATO.

„Wir müssen und wollen die Energiewende in Europa voranbringen“, forderte Scholz in Schweden. Der Ostseeraum biete großes Potenzial für die Entwicklung des Wasserstoff-Marktes. Die Schaffung wirtschaftlicher Verbindungen und der nötigen Infrastruktur für die Erzeugung von grünem Wasserstoff sei deshalb ein zentrales gemeinsames Anliegen, sagte der Kanzler. Im Gespräch mit dem schwedischen Ministerpräsidenten Kristersson sei es auch um die Herausforderungen der Europäische Union gegangen, sagte Scholz. So habe man zum Beispiel über die Kapitalmarktunion gesprochen, die man  gemeinsam voranbringen müsse.

Norwegens Premierminister hob die Notwendigkeit der Stärkung der internationalen Zusammenarbeit gegen komplexe Bedrohungen hervor, die unter anderem gegen kritische Infrastrukturen gerichtet sein können. Norwegen arbeite in diesen Angelegenheiten eng mit den anderen nordischen Ländern und Deutschland zusammen.

Gemeinsam mit den anderen Teilnehmern, Ministerpräsident Ulf Kristersson, Schweden, Mette Frederiksen, Dänemark, Petteri Orpo, Finnland und Bjarni Benediktsson, Island besuchte Scholz das Ericssons Center for New Technology. Dort erhielten die Gäste unter anderem eine Präsentation der Arbeit des Unternehmens zu Cybersicherheit, künstlicher Intelligenz und sicherer digitaler Kommunikation.

Schweden hat in diesem Jahr den Vorsitz der Nordischen Zusammenarbeit inne. Bevor Bundeskanzler Scholz zu dem Treffen eintraf, ging es um die nordische Wettbewerbsfähigkeit, an der Vertreter der Wirtschaft teilnahmen. In einer gemeinsamen Erklärung betonen die nordischen Ministerpräsidenten, wie wichtig es ist, die Wettbewerbsfähigkeit Europas in einer schwierigen Zeit zu stärken.  

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