Mehr Zuchtlachse als je zuvor in Käfigen in Norwegen gestorben

Lachs in Käfigen©Rudolf Svensen/Norwegisches Veterinärinstitut

Oslo, 5. Februar 2024. 62,7 Millionen Zuchtlachse sind in Norwegen im vergangenen Jahr in der Meeresphase, das heißt in den Käfigen in den Fjorden, verendet. Diese Zahlen haben die Landwirte der norwegischen Fischereidirektion gemeldet, teilt das norwegische Veterinärinstitut mit. Damit liegt die Sterblichkeit bei 16,7 Prozent. Sowohl hinsichtlich der Anzahl als auch des Prozentsatzes der Sterblichkeit seien dies die höchsten Zahlen, die bisher verzeichnet wurden, sagt Edgar Brun, Abteilungsleiter für Fischgesundheit und Fischschutz am Norwegischen Veterinärinstitut. 

Wenn ein Jungfisch (Smolt) eine gewisse Größe erreicht hat, wird er in die Käfige der Aquakulturunternehmen umgesetzt und wächst hier ein bis zwei Jahre weiter, abhängig von der Größe des Smolts und seiner Wachstumsart. Die Fische werden in der Regel geschlachtet, wenn sie ein Gewicht zwischen fünf und sechs Kilogramm haben.

Wie die Zahlen für 2023 zeigen, gab es in den vergangenen Jahren keinen Rückgang der Sterblichkeit. Gegenüber dem Vorjahr ist die Sterblichkeitsrate nach noch nicht vollständigen Berechnungen um 0,6 Prozent gewachsen, sechs Millionen Fische verendeten in den Käfigen mehr als im Vorjahr. Die Zahlen stammen von der Fischereidirektion und zeigen gemeldete Daten mit Stand vom 22. Januar 2024.  Die höchste Sterblichkeitsrate hatte das Produktionsgebiet 3 (Karmøy bis Sotra) mit mit 25 Prozent, während Produktionsgebiet 13 (Ostfinnmark) und 1 (schwedische Grenze nach Jæren) beide unter zehn Prozent lagen, teilt das Veterinärinstitut mit.

Das Veterinärinstitut verwendet eine epidemiologische Berechnungsmethode für die Sterblichkeit, die berücksichtigt, dass die Anzahl der Fische in den Käfigen im Laufe der Zeit variiert („Sterblichkeitsrate“).

„Im vergangenen Jahr hat sich die Aufmerksamkeit für die Gesundheit, das Wohlergehen und die Sterblichkeit von Zuchtfischen geändert, und in der Industrie und Verwaltung wurden Initiativen ergriffen, um die Situation zu verbessern. Wir werden im Fischgesundheitsbericht darauf zurückkommen, was hinter der Sterblichkeit im Jahr 2023 und anderen Bedingungen steckt, die sich auf die Gesundheit und das Wohlergehen norwegischer Zuchtfische auswirken“, sagt Brun.

Der Fischgesundheitsbericht wird am 12. März im Litteraturhuset in Bergen vorgestellt.

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