Rekord-Schneemengen und starker Wind bringen Norwegen am 17. Januar fast zum Erliegen

Der öffentliche Nahverkehr nahm am Abend des 17. Januar 2024 den Betrieb langsam wieder auf. Einige Strecken sind auch am 18. Januar noch nicht wieder befahrbar.©Ruter/Sofie Bruun

Oslo, 18. Januar 2024. Starke Schneefall, starker Wind und rutschige Straßen haben Norwegen in den vergangenen Tagen fast zum Erliegen gebracht. Der Flughafen Gardermoen war gestern wegen schlechter Sicht für drei Stunden geschlossen. Ebenso waren auf den Flughäfen Sola und Flesland zeitweise keine Starts und Landungen möglich. Im öffentlichen Nahverkehr kam es zu Ausfällen und Verzögerungen. Die gesamte Busflotte in Oslo wurde aufgrund großer Schneemassen und des starken Windes stillgelegt. Der Bahnverkehr wurde zeitweise eingestellt, unter anderem konnten auch die Züge zum Flughafen Gardermoen nicht mehr fahren. Inzwischen verkehren die meisten U-Bahnen und Straßenbahnen mit einigen Ausnahmen wieder, aber es gibt Verzögerungen und Ausfälle.

Wie die Nachrichtenagentur NTB berichtet, wurden wurden in den letzten Tagen an mehreren Orten Rekordschneemengen gemessen. Unter anderem an einer Station in Godal in Skien wurden am Mittwochmorgen insgesamt 135 Zentimeter Schnee gemessen. So hoch lag der Schnee seit 2018 nicht mehr.

Am Flughafen Gardermoen waren nach der Sperrung 80 Räumfahrzeuge waren im Einsatz, um den Flughafen schneefrei zu halten. Seit 2012 mussten Start- und Landebahnen des Flughafens lediglich dreimal geschlossen werden. „Wir hatten also eine völlig außergewöhnliche Situation“, sagt die Flughafendirektorin Westby. Aufgrund des hohen Datenverkehrs gab es auch Probleme mit der Website. 

In den Regionen Telemark, Vestfold und Agder fiel ebenfalls ungewöhnlich viel Schnee. Die Straßenverwaltung empfahl, das Auto stehenzulassen.

Der starke Schneefall hat auch gute Seiten: Skiausflug auf Tromøya in Arendal am 14. Januar 2024©Christian Sørvær 

Das Meteorologisches Institut erklärt auf seiner Website, wie der Schnee gemessen wird: „Der Schnee kann mit einem Schneemesser gemessen werden, der dem ähnelt, den wir zur Messung von Regen verwenden. Der Unterschied besteht darin, dass der Schneemesser rund um den Behälter über einen Windschutz verfügt. Dennoch ist es schwierig, den Schnee zu messen, wenn Wind aufkommt. Dann fliegt der Schnee herum und hoch, anstatt sich ordentlich im Behälter festzusetzen.

Auch die Schneehöhenmessungen können eine Herausforderung sein. Ein automatisches Lasermessgerät misst die Schneehöhe genau an der Stelle, an der das Messgerät angebracht ist. Darüber hinaus gibt es noch einige manuelle Schneehöhenmesser, die noch im Einsatz sind. Das Meteorologische Institut in Tromsø verfügt über ein solches Messgerät.“

Hier erklärt die Klimaforscherin Karianne Ødemark, wie der Schnee gemessen wird und warum dies eine Herausforderung sein kann

Hier können Sie selbst nach Schneehöhen in Norwegen suchen.

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