SINTEF Ocean leitet EU-Projekt zur Wiederherstellung des Klimas von Svalbard bis Madeira

17 Partner aus neun Ländern untersuchen im CLIMAREST-Projekt Möglichkeiten zur Wiederherstellung gefährdeter Ökosysteme©SINTEF

Trondheim, 29. Juli 2022. SINTEF Ocean, ein Bereich des norwegischen Forschungsinstituts SINTEF, wird das CLIMAREST-Projekt (Coastal Climate Resilience and Marine Restoration Tools for the Arctic Atlantic Basin) leiten. Das Projekt soll europäische Partner von Svalbard/Spitzbergen im Norden bis Madeira im Süden zusammenbringen, um die Möglichkeit der Wiederherstellung gefährdeter Ökosysteme zu untersuchen. CLIMAREST folgt vor allem der Empfehlung des UN-Klimagremiums, dass bis 2030 mindestens 30 Prozent aller Land- und Meeresflächen geschützt werden müssen.

Das Projekt läuft über drei Jahre, das Gesamtbudget beträgt ca. 86 Millionen NOK. Davon gehen 22 Millionen an SINTEF Ocean. Weitere norwegische Partner sind das norwegische Institut für Naturforschung NINA (6 Millionen), die Technische Universität NTNU (5 Millionen), Metrological Institute (1,2 Millionen) und SINTEF Digital and Community (insgesamt 7,5 Millionen). Das Projekt soll Ende des Jahres mit der Arbeit beginnen.  

„Die Wiederherstellung dieser gefährdeten und zerbrechlichen Küstengebiete, von Svalbard in der Arktis bis Madeira im Nordatlantik, ist absolut entscheidend. Diese Ökosysteme reagieren empfindlich auf Störungen, während sie gleichzeitig eine entscheidende Rolle als Treiber der Komplexität der natürlichen Vielfalt des Ozeans spielen“, sagt Ida Beathe Øverjordet, leitende Forscherin bei SINTEF Ocean und Koordinatorin des CLIMAREST-Projekts. 

Die Küstenlinie in der EU beträgt 55.000 Kilometer. Entlang der Küste leben mehr als 40 Prozent der EU-Bevölkerung. Diese Ökosysteme seien sowohl durch die Klimakrise als auch durch die Biodiversitätskrise bedroht, heißt es in einer Pressemitteilung von SINTEF Ocean.

Das EU-Projekt ist Teil des Forschungs- und Innovationsprogramms von Horizon Europe für 2021-2027. Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit des Kontinents gegenüber dem Klimawandel zu erhöhen, und zwar in Zusammenarbeit mit Nutzergruppen auf allen Ebenen, von der Verwaltung bis zum Einzelnen. Die Teilnahme an diesen Projekten biete norwegischen Akteuren eine wichtige Plattform für interdisziplinäre Zusammenarbeit und werde direkt zu den Nachhaltigkeitszielen der UN und den Verpflichtungen Norwegens und der EU gegenüber dem Pariser Abkommen und der Konvention über die Natur (CBD) beitragen, so SINTEF Ocean. „Der Erfolg dieser Ausschreibungen zeigt, dass SINTEF für Europa von hoher Relevanz ist und über das Fachwissen verfügt, um solche interdisziplinären Projekte mit großen Konsortien und kompletten Wertschöpfungsketten zu koordinieren“, sagt Alexandra Bech Gjørv, CEO von SINTEF. 

DIE PARTNER:

SINTEF Ozean (Norwegen)

Norwegisches Institut für Naturforschung (Norwegen)

Französisches Forschungsinstitut für Meeresnutzung (Frankreich)

Regionale Agentur für die Entwicklung von Forschungstechnologie und Innovation (Portugal)

WavEC Offshore Renewables (Portugal)

Nationale Universität von Irland, Galway (Irland)

Universität Málaga (Spanien)

Universität Alicante (Spanien)

Universität Vigo (Spanien)

Norwegische Universität für Wissenschaft und Technologie NTNU (Norwegen)

Norwegisches Meteorologisches Institut (Norwegen)

SINTEF AS (Norwegen)

Polytechnische Universität Marken (Italien)

Die Universität Neapel Federico II (Italien)

Seaboost (Frankreich)

Technische Universität Dänemark (Dänemark)

Universität Aarhus (Dänemark)

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