RWE und norwegisch-niederländisches Joint Venture SolarDuck wollen schwimmenden Solarpark bauen

Koen Burgers, CEO SolarDuck, und Martin Dörnhöfer, Director of Floating, Hydrogen, Development Optimization, RWE Renewables©RWE

Essen/Nimmwegen, 19. Juli 2022. RWE Renuables GmbH und das niederländisch-norwegische Unternehmen SolarDuck wollen in der Nordsee einen schwimmenden Solarpark bauen. Eine entsprechende Vereinbarung zur Beteiligung von RWE an einem Pilotprojekt von SolarDuck wurde am 19. Juli unterzeichnet. Das Projekt sei ein erster Schritt in der Zusammenarbeit und lege den Grundstein für eine größere Demonstrationsanlage vor der niederländischen Küste, erklärt RWE.

RWE bewirbt sich im Rahmen der Ausschreibung Hollandse Kust West (HKW) der niederländischen Regierung um Flächen für Offshore-Windparks und hat SolarDuck mit einer innovativen Kombination aus schwimmenden Offshore-Solaranlagen und integrierten Speicherlösungen in ihr Angebot aufgenommen. Mit der Integration von schwimmenden Solarkraftwerken in einen Offshore-Windpark soll der Raum zwischen den Windturbinen für Solarpanels genutzt werden. Außerdem entstünden Synergien beim Bau und bei der Wartung der Anlagen. Aufgrund der sich in ihrer Verfügbarkeit ergänzenden Wind- und Solarressourcen ergebe sich zudem ein ausgewogeneres Produktionsprofil.

Sollte RWE den Zuschlag für diesen Offshore-Windpark erhalten, ist die Integration einer schwimmenden Offshore-Solaranlage im vorkommerziellen Maßstab mit 5 MWp in Kombination mit innovativen Energiespeicherlösungen geplant.

Um die Entwicklung der Technologie zu beschleunigen, wird RWE in 2023 in SolarDucks Offshore-Pilotanlage „Merganser“ mit einer Nennleistung von 0,5 Megawatt peak (MWp) investieren. Merganser soll vor der Küste von Ostende in der belgischen Nordsee installiert werden und wird das erste Offshore-Pilotprojekt von SolarDuck sein, nachdem im vergangenen Jahr bereits ein Pilotprojekt im Inland der Niederlande erfolgreich in Betrieb genommen wurde. Merganser soll RWE und SolarDuck wichtige Einblicke liefern bezüglich der Installation und dem Betrieb in einer anspruchsvollen Offshore-Umgebungen.. Die gewonnenen Erkenntnisse würden eine schnellere Kommerzialisierung der Technologie ermöglichen, teilt RWE mit.

Aufbauend auf der Zusammenarbeit im Pilotprojekt Merganser und abhängig vom Auktionserfolg der Demonstrationsanlage im Offshore-Windpark Hollandse Kust West wollen RWE und SolarDuck neue Möglichkeiten ausloten, um kommerzielle schwimmende Offshore-Solarparks zu entwickeln. Sowohl eigenständige als auch hybride Anlagen sind angedacht.

RWE ist eines der führenden Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien und weltweit die Nummer 2 bei Offshore-Wind. Das Unternehmen hat derzeit 18 Offshore-Windparks in Betrieb, errichtet derzeit die Offshore-Windparks Sofia (1,4 Gigawatt vor der britischen Küste) und Kaskasi (342 Megawatt vor der deutschen Küste) und hat Offshore-Projekte mit insgesamt mehr als 10 Gigawatt Kapazität in der Entwicklung. Zudem betreibt RWE Solarparks in den Niederlanden, darunter eine schwimmende PV-Anlage auf einem Kühlwasser See. RWE arbeitet auch am Ausbau der CO2-freien, flexiblen Produktionskapazitäten und an der Entwicklung von Wasserstoffprojekten wie H2opZee, NortH2 und FUREC, um die Industrie bei der Dekarbonisierung zu unterstützen. 

SolarDuck ist ein niederländisch-norwegisches Unternehmen mit Wurzeln in der maritimen Industrie. Das Unternehmen wurde nach einer Ausgliederung aus Damen Shipyards, dem größten Schiffbauer der Niederlande, gegründet. SolarDuck erzeugt Solarstrom auf dem Meer mit einer Technologie, die vollständig skalierbar ist, um die spezifischen lokalen Anforderungen weltweit zu erfüllen.

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