Verzögerung bei der Lieferung von vier Turbinen für Windpark Hywind Tampen

Vier Windturbinen sind jetzt für den Windpark Hywind Tampen in Norwegen installiert, drei weitere folgen noch in diesem Jahr.©Equinor

Oslo, 20. Juli 2022. Engpässe in der Lieferkette, insbesondere im Zusammenhang mit dem globalen Stahlmarkt, verzögern den Aufbau der letzten vier Turbinen für den Windpark Hywind Tampen. Die Lieferung der letzten vier Turmabschnitte für die Windkraftanlagen wird sich bis September 2022 hinziehen, teilt der norwegische Energiekonzern Equinor ASA mit. Damit sei eine Installation in diesem Jahr wetterbedingt nicht mehr möglich. Die sieben ersten Turbinen von Hywind Tampen werden wie geplant in diesem Jahr in Betrieb gehen. Die letzten vier werden im nächsten Frühjahr installiert.

„Sieben Turbinen wurden zusammengebaut und vier sind jetzt auf dem Feld installiert. Es ist geplant, im Laufe des Jahres mit der Produktion zu beginnen und zuerst Gullfaks und dann das Snorre-Feld mit Strom zu versorgen“, sagt Projektleiter Olav-Bernt Haga.

Nach seiner Fertigstellung wird Hywind Tampen der größte schwimmende Windpark der Welt und der erste sein, der Öl- und Gasplattformen mit Strom versorgt. Der Windpark hat eine Systemkapazität von 88 MW und soll 35 Prozent des Strombedarfs der Felder Gullfaks und Snorre decken. Die sieben ersten Turbinen werden sowohl Gullfaks als auch Snorre mit Strom versorgen und haben eine Kapazität von etwa 60 MW, was Hywind Tampen bereits zum größten schwimmenden Windpark der Welt macht.

Siemens Gamesa ist der Lieferant von Türmen, Gondeln und Blättern. In vier Turmabschnitten wurden Abweichungen in der Stahlqualität festgestellt und umgehend Korrekturmaßnahmen eingeleitet. Die schwierige Marktsituation für Stahl habe jedoch die Auslieferung verzögert. 

Hywind Tampen

  • Partner: Equinor (Betreiber), Petoro, OMV, Vår Energi, Wintershall Dea und INPEX Idemitsu Norge AS.
  • Gesamtsystemleistung von 88 MW. Die Turbinen wurden von 8 auf 8,6 MW aufgerüstet, was den Windpark robuster macht.
  • Etwa 140 km vor der norwegischen Küste.
  • Wassertiefe zwischen 260 und 300 Metern.
  • Installiert auf schwimmenden Betonkonstruktionen mit einem gemeinsamen Verankerungssystem.
  • Die Stromproduktion soll im dritten Quartal 2022 beginnen.

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