Norwegisches Forschungsinstitut SINTEF leitet EU-Klimaprojekt Resist

Die norwegische Inselgruppe Vesterålen ist eine der zwölf Regionen, für die mit dem EU-Projekt Resist die Folgen des Klimawandels untersucht werden. Das norwegische Forschungsinstitut SINTEF leitet das Vorhaben. Im Bild: Nyksund-Vesterålen©VisitNorway.no

Oslo, 19. Juli 2022. Extremeres Wetter, höhere Meerestemperaturen und steigende Meeresspiegel – Regionen stehen in den kommenden Jahren vor zahlreichen Herausforderungen, die der Klimawandel verursacht. Die EU hat jetzt zwölf extrem gefährdete Regionen in Europa als bedrohte Kerngebiete identifiziert, in denen mit dem Projekt Resist (RESilient transport InfraSTructur) die Widerstandsfähigkeit von Transport und Infrastruktur gegenüber Extrem-Ereignissen verbessert werden soll. Das norwegische Forschungsinstitut SINTEF hat den Zuschlag für die Leitung des Projektes erhalten. Die EU stellt dafür 26,6 Millionen Euro bereit.

Dies ist der größte Auftrag, mit dem Norwegen bisher im Rahmen eines Klimaprojektes von der EU bisher betraut wurde. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt mit 56 Partnern aus der EU, Norwegen und der Ukraine über einen Zeitraum von fünf Jahren. Die Inselgruppe Vesterålen ist in das Vorhaben einbezogen.

Gemeinsam mit den SINTEF-Forschern arbeiten Akteure auf den Vesterålen seit mehreren Jahren an der Technologieentwicklung sowie der Mobilisierung der lokalen Gemeinschaft zur Anpassung an den Klimawandel. Daher wurde Norwegen eine Schlüsselrolle bei RESIST zugeteilt, erklärt SINTEF. RESIST werde in Zukunft für die lokale Gemeinschaft auf den Vesterålen von großer Bedeutung sein. Die Gaia-Vesterålen-Plattform, ein lokales Umweltprojekt, soll weiterentwickelt werden, um die Auswirkungen des Klimawandels aufzuzeigen und dazu beizutragen, dass die lokale Gemeinschaft, sowohl der private als auch der öffentliche Sektor und Haushalte umweltfreundlicher werden und sich auf einen gemeinsamen Umweltvertrag einigen. Anhand digitaler Modelle wollen die Forscher vom Anstieg des Meeresspiegels bis zum Einfluss des Klimas alle möglichen auftretenden Klima-Veränderungen und ihre Auswirkungen auf die Inselgruppe digitalisieren und visualisieren. Zum Einsatz kommt vor allem die virtuelle Realität.

Sintef und Vesterålen sitzen auf dem Fahrersitz eines rekordverdächtigen EU-Projekts, das der Regierung zeigen wird, wie sich der Klimawandel auswirkt. Das Team besteht aus (f.v.) Hugo Jacobsen, Vorsitzender des Regionalrats der Vesterålen, Ane Høyem von GaiaVesterålen, Forschungsleiter Odd Are Svensen von Sintef und Stig Pettersen, Projektleiter bei Andfjord Salmon.

„Das sind fantastische Neuigkeiten, die für Vesterålen von großer Bedeutung sein werden. Als Küstengemeinden sind die Vesterålen sowohl für die Fischerei als auch für den Tourismus weitgehend vom Meer abhängig. Durch RESIST werden Vesterålen an einem wichtigen Projekt teilnehmen, das sowohl etwas über zukünftige Klimaherausforderungen sagen als auch Lösungen dafür finden kann“, sagt Hugo Jacobsen, Vorsitzender des Regionalrats von Vesterålen.

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