Norwegen würdigt Abschlussdokument der Klimakonferenz und Verabschiedung des Regelwerkes des Pariser Abkommens

Die norwegische Delegation applaudiert bei der Verabschiedung des Schlussdokumentes der Klimakonferenz in Glasgow©Martin Lerberg Fossum

Glasgow, 13. November 2021. Norwegens Regierung sieht das Abschlussdokument des Weltklimagipfels in Glasgow als ein starkes und klares Signal, um die Bemühungen um eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad zu verstärken. Norwegens Klima- und Umweltminister Espen Barth Eide war gemeinsam mit seiner Kollegin Grace Fu aus Singapur direkt daran beteiligt, dass Regeln für die Zusammenarbeit bei der Emissionsreduzierung verabschiedet wurden. Diese Aufgabe hätte eigentlich schon 2018 in Katowice gelöst werden sollen. Mit einer Einigung über Tabellen zur Messung und Berichterstattung sowie Regeln für gemeinsame Zeitrahmen für die Klimaziele der Länder ist das Regelwerk für das Pariser Abkommen nun endgültig abgeschlossen.

„Der Klimagipfel in Glasgow hat uns einen großen Schritt in die richtige Richtung gebracht. Die Länder der Welt sind sich einig, dass wir unsere Anstrengungen verstärken müssen, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Wir brauchen einen noch schnelleren Übergang zu erneuerbaren Energien und Technologien, um sie in allen Bereichen der Gesellschaft zu nutzen. Auf dem Weg dorthin muss die Welt aus der Kohle aussteigen und auf fossile Subventionen verzichten. Es liegt in der gemeinsamen Verantwortung aller, zu einem zukunftsfähigen Klima beizutragen. Gleichzeitig werden wir die Fähigkeit der armen Länder unterstützen, dem Klimawandel zu begegnen und ihn zu bekämpfen“, sagte Umweltminister Eide zum Abschluss der Konferenz. Zwar würden die Klimaambitionen der Länder noch immer nicht ausreichen, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, aber die Welt sei näher dran und habe klare Anweisungen erhalten, dass dieKlimaambitionen weiter gesteigert werden müsse. 

Eide würdigte auch die Tatsache, dass sich mehr als 100 Länder verpflichtet haben, den Waldverlust bis 2030 zu im Zeitraum von 2021 bis 2025 zu stoppen. Auch die verstärkte Zusammenarbeit zwischen China und den Vereinigten Staaten beim Klimawandel sei eine positive Botschaft dieses Klimagipfels.

Mehr als einhundert Länder, darunter Norwegen, werden ihre Kräfte bündeln, um die weltweiten Methanemissionen bis 2030 um 30 Prozent zu reduzieren. Methanemissionen haben bereits zu einer Erwärmung von 0,5 Grad beigetragen.

Norwegen hat auch eine Erklärung unterzeichnet, dass Kinder und Jugendliche eine klarere Rolle bei der weltweiten Arbeit zur Verringerung der globalen Erwärmung spielen werden. In diesem Kampf gehe es in erster Linie um ihre Zukunft, sagt der Klima- und Umweltminister.

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