Nordkraft und Stolt-Nielsen kündigen Bau einer Batteriefabrik in Narvik an

Im Weiler Hergot in der Gemeinde Narvik soll die neue Batteriefabrik entstehen. Jon Ingebrigtsen, Projektleiter bei Nordkraft, und Jacob Stolt-Nielsen inspizierten am 16. Juni das Gelände.©Nordkraft

Narvik, 17. Juni 2021. Mindestens vier Akteure in Norwegen arbeiten bereits an Plänen zum Bau von Batteriefabriken – Freyr Battery, Morrow Batteries, Beyonder und ein KOnsortium bestehend aus Hydro, Equinor und Panasonic. Jetzt kommt ein fünftes Projekt dazu: Das norwegische Energieunternehmen Nordkraft AS und die auf das Transport von Chemikalien spezialisierte Logistikunternehmen Stolt-Nielsen Holding AS mit Sitz in London haben eine Partnerschaftsvereinbarung zur Errichtung einer Batteriefabrik in Narvik unterzeichnet. Zur Größe der Fabrik, den Investitionen und zur Technologie machen die Partner vorerst noch keine Angaben.

Nordkraft AS und Stolt-Nielsen Holding AS gründen ein neues Unternehmen und wollen regionale, strategische und industrielle Partner einladen, die das Projekt vorantreiben können. 

„Mit der Stolt-Nielsen Holding sind wir schon lange im Dialog und haben uns jetzt auf eine Zusammenarbeit zum Besten für die Region und die Zukunft geeinigt“, sagt Eirik Frantzen, CEO von Nordkraft.

Der Standort Narvik eigne sich mit seinem erheblichen Stromüberschuss in Kombination mit einem direkten Anschluss an das Hauptstromnetz besonders gut für die Batteriefabrik, heißt es in der Pressemitteilung. Dies sei günstig für den Aufbau von Batteriefabriken sowohl hinsichtlich des Strompreises als auch der Netzmiete.

Jacob Stolt-Nielsen, Vorstandsvorsitzender der Stolt-Nielsen Holding AS. lobt vor allem die gute Infrastruktur in Narvik. Es gebe Zugverbindungen nach Europa, Russland und China sowie einen Industriehafen für den Export.
 
„Für Nordkraft und unsere Eigentümer ist dies eine spannende Gelegenheit, direkt an einer neuen Geschäftsmöglichkeit in einem schnell wachsenden Markt zu partizipieren. Es bietet viele neue grüne Arbeitsplätze, eine gesteigerte Wirtschaftstätigkeit in der Region und hoffentlich Rentabilität. Anstatt unsere grüne Energie zu exportieren, um grüne Arbeitsplätze im Ausland zu schaffen, wollen wir grüne Arbeitsplätze dort schaffen, wo die Ressourcen sind“, so Frantzen weiter.

Stolt-Nielsen Holding AS ist ein Unternehmen im Besitz von Jacob Stolt-Nielsen und seiner Familie. Sie arbeiten derzeit über die Firma Norterminal AS daran, Terminal- und Hafenanlagen in der Gemeinde Sør-Varanger zu realisieren, um die Nordostpassage (Nordseeroute) zwischen Russland und Europa nach Asien zu bedienen, um eine Reduzierung der Transportkosten um 40-50 Prozent zu erzielen und damit verbundene Emissionen zu senken. Darüber hinaus investieren sie in Hydrogen Source AS, um eine in Norwegen entwickelte kostengünstige Methode zur Wasserstoffproduktion in Erdgaslagerstätten zu kommerzialisieren, in denen CO 2 in der Lagerstätte verbleibt.

Nordkraft ist ein Energiekonzern mit Fokus auf Entwicklung, Produktion und Vertrieb von erneuerbarer Energie. Darüber hinaus verlegt das Unternehmen Glasfaserkabel und bietet Breitbanddienste in Hålogaland an. In den vergangenen Jahren hat Nordkraft auch Grundstücken für stromintensive Industrie in Nordnorwegen vermittelt. Die Gruppe (230 Mitarbeiter) hält Beteiligungen an verschiedenen Energieunternehmen. Sie hat ihren Hauptsitz in Narvik und Niederlassungen in Harstad, Ballangen und Grovfjord. 

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