Norwegen gewährt Zuschüsse für Kooperation im Umweltschutz mit Russland

Norwegische und russische Forscher arbeiten in der Barentssee im Umweltbereich zusammen. Im Bild: Probensammlung unter Meereis mit Taucher.©Norwegisches Polarinstitut

Oslo, 9. April 2021. Das Ministerium für Klima und Umwelt gewährt auch in diesem Jahr finanzielle Unterstützung für Umweltprojekte mit Russland. Bis zum 7. Mai können sich Vertreter des öffentlichen und privaten Sektors sowie der Zivilgesellschaft um Zuschüsse bewerben. Für Projekte, die 2021 abgeschlossen werden sollen, kann eine Unterstützung beantragt werden. Es ist auch möglich, eine Verlängerung bereits genehmigter Projekte für den Zeitraum 2019 bis 2021 zu beantragen. Ziel des Zuschussprogramms ist es, die Zusammenarbeit mit Russland im Umweltbereich zu fördern, wobei der gegenseitige Austausch von Erfahrungen, Wissen und Fachwissen im Vordergrund steht.

Unterstützt werden in erster Linie Kooperationsprojekte mit einem oder mehreren russischen Partnern, die hauptsächlich auf die Barentssee, die Grenzgebiete oder die Barentsregion abzielen. Der Schwerpunkt liegt auf der Koordinierung von Projekten der norwegisch-russischen Umweltschutzkommission und der Umweltschutzkooperation des Barents Council und des Arctic Council.

Projekte in folgenden Bereichen können unterstützt werden:

  • Umweltschutz in der Barentssee
  • Erhaltung der biologischen Vielfalt in der Region Barents
  • Grenzüberschreitende Umweltprojekte
  • Reduzierung der Umweltverschmutzung
  • Zusammenarbeit an Kulturdenkmälern
  • Zusammenarbeit im Klimabereich

Das Ministerium für Klima und Umwelt priorisiert vorrangig die Unterstützung der Zusammenarbeit norwegischer Umweltorganisationen mit russischen Partnern, um zur Stärkung der Zivilgesellschaft in Russland und insbesondere in der Region Barents beizutragen. Norwegische freiwillige Umweltorganisationen können Unterstützung für die Zusammenarbeit mit russischen Umweltorganisationen beantragen, um Organisationen aufzubauen und das Engagement der Bevölkerung in Russland zu stärken, wobei der Schwerpunkt auf der Region Barents liegt.

Darüber hinaus kann Unterstützung für den Wissensaustausch über Meeresmüll, die Kartierung und Überwachung von Meeresmüll und Mikroplastik in der Barentssee und handlungsorientierte Projekte, die zur Reduzierung von Müll in der Barentssee beitragen, gewährt werden.

Die Zusammenarbeit Norwegens mit Russland im Umweltbereich basiert auf einem  Abkommen von 1992. Das Ministerium für Klima und Umwelt sowie das russische Ministerium für natürliche Ressourcen und Umwelt leiten die Arbeit. Norwegische und russische Politiker treffen sich in der norwegisch-russischen Umweltkommission, um Umweltfragen zu erörtern und ein Arbeitsprogramm zu verabschieden. Das Arbeitsprogramm für 2019-2021  umfasst Projekte in den Bereichen Meeresumwelt, Biodiversität, Umweltverschmutzung, grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Kulturdenkmäler und Radioaktivität. Das Außenministerium finanziert den norwegischen Teil der Projekte. Die Zusammenarbeit mit Russland ist ein wichtiger Teil der norwegischen High North Politik.

Kontakt:
Anne Berteig
Tel. +47 22 24 60 11
anne.berteig@kld.dep.no

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