Polizei leitet Untersuchung gegen Norwegens Premierministerin Erna Solberg wegen möglichen Verstoßes gegen Corona-Regeln ein

Auf Facebook gab Erna Solberg eine Erklärung zum Familientreffen in Geilo während der Winterferien ab.©Screenshot Facebook

Oslo, 17. März 2021. Die norwegische Polizei hat beschlossen, eine Untersuchung der Familienfeier von Premierministerin Erna Solberg in Geilo wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Corona-Bestimmungen einzuleiten. Erna Solberg hatte sich in den Winterferien mit ihrer Familie getroffen. Mit der Untersuchung soll überprüft werden, ob Gründe für eine strafrechtliche Aktion vorliegen. Auf Facebook gab die Premierministerin eine Erklärung zu dem Vorfall ab.

Solberg und ihre Mann Sindre hatten in den Winterferien zusammen mit ihrer Schwester und deren Familie eine Wohnung in Geilo gemietet. Die andere Schwester und deren Familie wohnte in einer Wohnung in der Nähe.

Bei einem gemeinsamen Restaurantbesuch der Familien wurden die 13 Personen an drei verschiedene Tische verteilt. Erna Solberg selbst war bei diesem Essen nicht anwesend, weil sie sich wegen einer Augenentzündung in Oslo befand. Die Regeln besagen, dass ein solcher Restaurantbesuch auch als Veranstaltung gilt, wenn mehr als zehn Personen zusammenkommen. Damit, so räumte Solberg in ihrer Erklärung ein, hätte die Famliie gegen Regeln verstoßen.

Am kommenden Tag hätten sich 14 Personen in ihrem Ferienhaus zum Sushi-Essen aufgehalten, erklärte die Premierministerin. Dass sie an dieser Stelle nicht eingegriffen habe, weder als Privatperson Erna noch als Ministerpräsidentin Norwegens, tue ihr sehr leid. Sie habe damit gegen ihre eigenen Empfehlungen verstoßen.

“Ich denke besonders an all diejenigen, die Dinge absagen mussten, auf die sie sich gefreut hatten, einen Geburtstag mit Klassenkameraden, eine Feier mit Freunden oder andere wichtigen Dingen. Ich verstehe diejenigen, die sich darüber ärgern und enttäuscht sind. Ich habe mich falsch verhalten und das tut mir leid. Ich bin sehr traurig über das Geschehene”, schreibt Solberg in ihrer Erklärung auf Facebook.

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