Sieben norwegische Unternehmen erhalten EU-Gelder für Weiterentwicklung von Innovationen

 Das Unternehmen Wavefoil gehört zu den sieben norwegischen Firmen, die EU-Zuwendung aus dem Programm EIC Accelerator erhalten haben. V.l.: Eirik Bøckmann (CEO), Erlend Vasteveit (Produktentwickler) und Audun Yrke (CTO) vor der Fähre M / F Teistin, die als erstes Schiff mit den von Wavefoil entwickelten einziehbaren Bugfolien ausgestattet wurde. ©Polarfilme / Wavefoil

Oslo, 27. Juli 2020. Sieben norwegische Unternehmen haben kürzlich mehr als 500 Millionen NOK zur Förderung und Markteinführung innovativer Produkte und Technologien aus dem EU-Förderprogramm EIC Accelerator (European Innovation Council (EIC) pilot) erhalten. Um die Mittel hatten sich insgesamt 2.000 kleine und mittelständische Unternehmen aus 40 Ländern beworben. 64 Unternehmen erhielten Zuschüsse, darunter die norwegischen Firmen Alginor, Evoy, Innomar, N2 Applied, ONiO, Otechos und Wavefoil.

Mit sieben geförderten norwegischen Unternehmen ist Norwegen das zweitbeste Land in Europa und wurde nur von Frankreich übertroffen. Das zeigt, dass die norwegische Wirtschaft innovative Lösungen entwickelt, die sich sehr gut im internationalen Wettbewerb behaupten”, sagt Håkon Haugli, CEO von Innovation Norway. Die Finanzierung besteht in einem Mix aus direkter Zuwendung und Eigenkapital, die die Unternehmen für Technologieentwicklung, Wachstum und Skalierung verwenden können. Bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen für das Förderprogramm  EIC Accelerator unterstützt Innovation Norway die Unternehmen.

Die nächste Frist für die Beantragung einer EIC-Finanzierung ist der 7. Oktober 2020.

Lesen Sie hier mehr über die Unternehmen, die Zuschüsse erhalten haben (Quelle: Innovation Norway):

Alginor ASA (Haugesund): 185 Millionen NOK. Das Unternehmen kombiniert nachhaltige, umweltfreundliche und moderne Erntetechnologie mit fortschrittlicher Bioraffinierungstechnologie zur vollständigen Nutzung von Seetang zur Herstellung von Lebensmitteln und pharmazeutischen Inhaltsstoffen ohne Verwendung schädlicher Chemikalien. Alle Teile der Innovation wurden im Rahmen des laufenden EU-Projekts des Unternehmens, das im Dezember 2020 abgeschlossen sein wird, im Pilotmaßstab überprüft. Das neue Projekt führt den Pilotversuch in den industriellen Maßstab und umfasst unter anderem den Entwurf und den Bau eines Ernteschiffes.
CEO: Thorleif Thormodsen

Evoy, Florø: 47 Millionen NOK. Evoy entwickelt Technologien zur signifikante Reduzierung von Emissionen, die von Booten verursacht werden. Neben Wachstumshilfe und Internationalisierung sollen die Mittel der EU zur Finanzierung der nächsten Generation des Elektroantriebs für Boote eingesetzt werden.
Geschäftsführer: Leif A. Stavøstrand.      

Innomar, Grimstad: 63 Millionen. Das Unternehmen liefert Sensortechnologie für die Fischereiindustrie, die eine höhere Fangqualität ermöglichen soll. Es wird erwartet, dass die Technologie Probleme der Fischerei wie Beifang, Bodenzerstörung und Verlust von Fanggeräten minimiert. Innomar arbeitet mit erfahrenen Fischern, renommierten Forschungsinstituten wie Nofima und dem Institut für Meeresforschung sowie kommerziellen Projektpartnern für Sensortechnologie zusammen.
CEO Tore Halvorsen

N2 Applied, Oslo: 26 Millionen. Das Unternehmen hat eine Technologie zur Umwandlung von Viehdung in wertvollen Mist entwickelt. Damit sollen die Lebensmittelproduktion verbessert und die Emissionen im Landwirtschaftsbereich reduziert werden. Die kleinen Einheiten können individuell auf jedem Hof genutzt werden. Die EU-Mittel werden zur Kommerzialisierung der Lösung und zum Markteintritt verwendet.        
Geschäftsführer: Carl Hansson

ONiO, Oslo: 74 Millionen. ONiO.zero ist ein kleiner drahtloser Chip, der Energie aus der Umgebung gewinnt und Sensoren ohne Verwendung von Batterien misst. ONiO zielt darauf ab, teure und umweltgefährdende Batterien aus aktuellen IoT-Sensoren zu entfernen. ONiO.zero wurde unter strengen Qualitätsanforderungen entwickelt, die die Integration in medizinische Geräte ermöglichen. ONiO.zero ist technologisch anspruchsvoll und teuer in der Entwicklung. Die EU-Finanzierung wird dafür verwendet, die Technologie auf den Markt zu bringen und dem Unternehmen Wachstum zu ermöglichen.
CEO: Kjetil Meisal

Otechos, Tvedestrand: 67 Millionen NOK. Zum zweiten Mal in drei Jahren wurde das Unternehmen von der EU bei der Weiterentwicklung seiner patentierten CR-Technologie unterstützt. Mit dem jüngsten Projektzuschuss aus dem Accelerator-Programm will das Unternehmen bis 2023 gemeinsam mit den Pilotpartnern NEL Hydrogen und Hybrid Energy Demonstrationsanlagen seines Pumpenkompressors installieren.
Vorstandsvorsitzender: Tor Arne Hauge.       

Wavefoil AS, Trondheim: 44 Millionen NOK. Wavefoil hat einziehbare Bugfolien entwickelt, die Schiffen erhebliche Kraftstoffeinsparungen bringen. Die Folien wandeln Wellenenergie direkt in Schub um und reduzieren die Schiffsbewegungen, wodurch Kraftstoff gespart und der Komfort an Bord verbessert wird. Als erstes Schiff wurde im September vergangenen Jahres die  45-Meter-lange- Fähre “M/F Teistin” ausgerüstet. Sie wird nun teilweise von den Wellen des Nordatlantiks angetrieben und befördert Tausende von Passagieren zwischen Gamlarætt, Skopun und Hestur auf den Färöern. Mit den Geldern des EIC Accelerator soll ein größeres Modul mit einziehbaren Bugfolien für ein Schiff von 100 bis 200  Meter entwickelt und für die Produktion vorbereitet werden.
CEO: Eirik Bøckmann

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Corona-Krise löst in Norwegen Digitalisierungsboom im Gesundheitswesen aus