Wintershall-Dea-CEO Mario Mehren: Wirtschaft muss politisch sein

Hermann-Josef Klüber (r.), Regierungspräsident in Kassel, enger Vertrauter des ermordeten Regierungspäsidenten Walter Lübcke, mit Michael Sasse, Kommunikationschef des Energieunternehmens Wintershall Dea. Am Regierungspräsidium in Kassel erinnert ein Plakat mit den Worten “Demokratische Werte sind unsterblich” an Walter Lübcke.©Regierungspräsidium Kassel

Kassel/Hamburg, 2. Juni 2020. Heute vor einem Jahr, am 2. Juni 2019, wurde der Kasseler Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke mutmaßlich von einem vorbestraften Gewalttäter und bekannten Neonazi erschossen. Gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Kassel erinnert die von dem Energiekonzern Wintershall Dea mit gegründete Initiative „Offen für Vielfalt“ mit einer groß angelegten Plakat- und Anzeigenkampagne an die Ermordung Walter Lübckes und an dessen Engagement für eine offene, tolerante und demokratische Gesellschaft.

“Unsere Gesellschaft braucht das Engagement der Unternehmen – gerade in Zeiten wie diesen”,  schreibt Mario Mehren, CEO von Wintershall Dea, in einem Gastbeitrag im Handelsblatt. “Mit Walter Lübcke hat unser Land einen großen und mutigen Demokraten verloren. Seine Ermordung macht deutlich, wie fragil das Fundament ist, auf dem unsere freiheitliche Demokratie heute steht.”

Gerade in krisenhaften Zeiten sei es wichtig, dass sich Unternehmen engagieren. Ohne ein stabiles gesellschaftliches Umfeld und ein respektvolles Miteinander würden sie wirtschaftlich nicht erfolgreich bleiben. Ebenso seien es Unternehmen ihren Kolleginnen und Kollegen schuldig, die aus diversen Ländern und Kulturen stammen. Mehren ist überzeugt: “Wirtschaft muss politisch sein.” Gerade Firmenlenker müssten öffentlich gegen Hass und Hetze vernehmbar eintreten. 

Mario Mehren©Wintershall Dea

Die Initiative „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung“ ist ein regionaler Zusammenschluss von Organisationen, Vereinen und Unternehmen, die sich in Kassel und Nordhessen für Vielfalt in all ihren Dimensionen sowie gegen jegliche Ausgrenzung von Menschen in der Gesellschaft und Arbeitswelt einsetzen. Die Hauptbotschaft lautet: “Demokratische Werte sind unsterblich”.

Das Netzwerk schafft Mitmachaktionen, mit denen sich auch Einzelpersonen – Fans, Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Gäste, Partner – und kleine Unternehmen einbringen können: mit Schildern, die bereits an vielen Türen in Kassel hängen, mit Events und Diskussionsveranstaltungen und mit Projekten wie den „Vielfalt-Verstärkern“. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, Bilder und Videos zur Kampagne unter dem #offenfuervielfalt in den Sozialen Medien zu posten, die „Offen für Vielfalt“-Beiträge auf Instagram zu teilen und die Anzeige und die Posts über offenfuervielfalt.de zu downloaden.

Der Öl- und Gasproduzent Wintershall Dea arbeitet in 13 Ländern weltweit und hat Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus über 50 Nationen. Das Unternehmen engagiert sich seit über 45 Jahren auf dem norwegischen Kontinentalschelf. Bei zahlreichen der knapp 100 Lizenzen in Norwegen ist Wintershall Dea Betriebsführer. 

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