Corona-Krisenpaket für grüne Umstellung in Norwegen

Das jüngste Corona-Krisenpaket soll Unternehmen und Einrichtungen zugute kommen, die die grüne Transformation in Norwegen vorantreiben.©forskningsradet

Oslo, 29. Mai 2020. Norwegens Regierung hat weitere wirtschaftliche Maßnahmen vorgeschlagen, um norwegische Unternehmen zu stärken, die zu einer umweltfreundlichen Umstrukturierung beitragen. Das Aktionspaket in Höhe von 3,6 Milliarden NOK soll die Entwicklung grüner Technologien zum Wandel hin zu einer grünen Wirtschaft unterstützen. Insbesondere Offshore-Wind, Batterietechnologie, Wasserstoff, umweltfreundliche Schifffahrt und Kreislaufwirtschaft sollen in den kommenden Jahren gefördert werden. Premierministerin Erna Solberg und Öl- und Energieministerin Tina Bru stellten das Programm am 29. Mai auf einer Pressekonferenz vor. 

Zwei Milliarden Kronen gehen an Wirtschaftsförderagentur Enova. Das Geld wird hauptsächlich für die Entwicklung neuer Technologien in der Umweltbranche verwendet. Innerhalb von drei Jahren wird eine Milliarde Kronen unter der Schirmherrschaft des Forschungsrats, von Innovation Norway und Siva an eine grüne Plattform über bereits etablierten Programmen von Innovation Norway, dem Research Council und Siva vergeben. 

Verstärkte Investition in Wasserstoff in Norwegen. Mit dem Umstrukturierungspaket sollen Wasserstoff und andere Formen grüner Energie erheblich gestärkt werden. Die Regierung will 120 Millionen NOK für das ENERGIX-Programm im norwegischen Forschungsrat bereitstellen. 

Die Mittel für die Schnellbootinitiative sollen um 20 Millionen NOK erhöht werden. Im Jahr 2019 hat die Regierung eine besondere Zusage in Höhe von 25 Millionen NOK gemacht, um die Bemühungen der Gemeinden des Landkreises zur Förderung emissionsfreier und emissionsarmer Schnellboote, einschließlich wasserstoffbetriebener Boote, zu verstärken. Im Haushaltsplan 2020 wurde diese Schnellbootinitiative durch ein Budget von 80 Millionen NOK gestärkt.

Schutz vor Überschwemmungen und Erdrutschen. Als Teil des Pakets will die Regierung zusätzliche 65 Millionen NOK für die Arbeit des Wasser- und Energiedirektorats, Norges vassdrags- og energidirektorat NVE, zum Schutz vor  Hochwasser- und Erdrutschen im Jahr 2020 zur Verfügung stellen. 

Zuschuss für NORWEP. Der  staatliche Zuschuss für Norwegian Energy Partners NORWEP, eine privat-öffentliche Initiative, der drei Ministerien sowie Unternehmen der Energiewirtschaft inklusive der Erneuerbaren Energien angehören, soll in diesem Jahr um 20 Millionen NOK auf 54 Millionen NOK erhöht werden. Die Zulieferindustrie für die Energiewirtschaft gehört zu den größten Industrien Norwegens. NORWEP soll die Internationalisierung der norwegischen Energiewirtschaft fördern. 

Neuer Forschungszentrum für Offshore-Wind. Die Regierung schlägt eine Aufstockung für ein Forschungszentrum für umweltfreundliche Energie (FME) um 15 Millionen NOK vor. Darüber hinaus stellt das Ministerium für Erdöl und Energie zehn Millionen NOK für ein Projekt zur Verfügung, das die Entwicklung von Lieferketten und Liefermodellen für Offshore-Windenergie fördert. Das neue Forschungszentrum wird sowohl naturwissenschaftliche als auch sozialwissenschaftliche Forschung betreiben. 

Das Projekt wird von Norsk Industri geleitet und zielt darauf ab, Lieferketten und gute Liefermodelle zu identifizieren und zu etablieren, die an die Offshore-Windmarkt angepasst sind. Das neue Forschungszentrum wird sowohl naturwissenschaftliche als auch sozialwissenschaftliche Forschung betreiben. Norwegen verfügt derzeit über acht solcher Technologiezentren in verschiedenen Bereichen sowie über zwei Zentren, die sich mit sozialwissenschaftlichen Themen befassen.

Das Aktionspaket muss im norwegischen Parlament Storting behandelt werden.

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Corona-Krise löst in Norwegen Digitalisierungsboom im Gesundheitswesen aus