Statoil nimmt ersten schwimmenden Windpark der Welt in Betrieb

Der schwimmende Windpark vor Schottland versorgt 20.000 Haushalte mit Energie©Arne Reidar Mortensen, Statoil
Der schwimmende Windpark vor Schottland versorgt 20.000 Haushalte mit Energie©Arne Reidar Mortensen, Statoil

Aberdeen, 18. Oktober 2017. Schottlands First Minister Nicola Sturgeon eröffnete heute offiziell den ersten schwimmenden Windpark der Welt. Hywind wird über 20.000 Haushalte mit sauberer Energie versorgen. Die fünf Turbinen der 6-MW-Klasse lieferte Siemens Gamesa. Entwickler und Betreiber des Windparks sind der norwegische Energiekonzern Statoil ASA mit einem Anteil von 75 Prozent und Masdar Clean Energy CO. aus den Vereinigten Arabischen Emiraten mit einem Anteil von 25 Prozent.

Die Onshore-Operations- und Wartungsbasis für Hywind Scotland befindet sich in Peterhead, während das Operations Center in Great Yarmouth liegt. In Verbindung mit dem Hywind-Schottland-Projekt von Statoil und seinem Partner Masdar wird auch Batwind installiert, eine 1-MWh-Lithium-Batteriespeicherlösung für Offshore-Windenergie.

„Statoil ist bestrebt, die Energiekosten des schwimmenden Windparks Hywind bis 2030 auf 40 bis 60 Euro/MWh zu senken. In der Erkenntnis, dass bis zu 80 Prozent der Offshore-Windressourcen in tiefen Gewässern (+60 m) liegen, die für Installationen im Boden nicht geeignet sind, wird erwartet, dass schwimmender Offshore-Wind eine bedeutende Rolle für das Wachstum von Offshore-Wind spielen wird“, sagt Irene Rummelhoff, Executive Vice President of the New Energy Solutions business area von Statoil.

Mohamed Al Ramahi, CEO von Masdar, weist darauf hin, dass zukünftige Chancen bereits bewertet werden. „Masdar engagiert sich seit langem im Vereinigten Königreich für erneuerbare Energien und wir sind sehr stolz darauf, unser erstes Projekt in Schottland gemeinsam mit unseren Partnern anbieten zu können“, so Al Ramahi. Hywind Scotland zeige, dass schwimmende Windtechnologie wirtschaftlich rentabel sein kann, wenn die Meerestiefen für konventionelle Offshore-Windkraftwerke zu groß sind. Dies eröffne eine Reihe neuer Regionen. „Wir schauen bereits nach zukünftigen Möglichkeiten mit unseren Partnern und bauen auf unser bestehendes internationales Portfolio“, so Al Ramahi.

Als nächstes Großprojekt von Statoil nach Hywind Scotland kommt nach Angaben des Unternehmens ein schwimmender Windpark vor Irland, Frankreich, der Westküste der USA oder Japan infrage. Auch Norwegen sei ein idealer Standort.

Außerdem erforscht der norwegische Energiekonzern das Potenzial von Hywind im eigenen Öl- und Gasportfolio. Die Hywind-Technologie soll als Stromquelle für Öl- und Gasanlagen genutzt werden und so dazu beitragen, den CO2-Ausstoß im Kerngeschäft Öl und Gas zu verringern.

Statoil verfügt bereits über ein umfangreiches Portfolio an erneuerbaren Energien mit einem Offshore-Windportfolio, das über einer Million Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgt. In Großbritannien betreibt Statoil bereits seit 2012 den Windpark Sheringham Shoal. Der Offshore-Windpark Dudgeon in Großbritannien, ebenfalls von Statoil betrieben, ist nun fertiggestellt und wird demnächst in Produktion gehen. Im Jahr 2016 erwarb Statoil 50 Prozent des Offshore-Windparks Arkona in Deutschland, der im Jahr 2019 die Stromversorgung aufnehmen wird. Kürzlich kündigte Statoil den Erwerb eines Anteils von 40 Prozent an der 162-MW-Apodi-Solaranlage in Brasilien an.

Masdar Clean Energy ist der größte Exporteur erneuerbarer Energie im Mittleren Osten. Das Unternehmen investierte in den vergangenen zehn Jahren 2,7 Milliarden US-Dollar in Projekte weltweit. In Europa ist Masdar in Großbritannien und Serbien engagiert.

Sehen Sie hier ein Video über den Windpark Hywind Schottland.

 

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