Regierung stellt Strategie für grüne Wettbewerbsfähigkeit vor

Oslo, 12. Oktober 2017. Norwegens Regierung hat ihre Strategie für grüne Wettbewerbsfähigkeit vorgestellt. Sie soll Norwegen darauf vorbereiten, die neuen Chancen zu nutzen, die die grüne Transformation bietet.„Wir werden die Emissionen bis 2030 um mindestens 40 Prozent reduzieren. Gleichzeitig werden wir neue Arbeitsplätze schaffen und die norwegische Wertschöpfung und Wohlfahrt sicherstellen. Die Strategie für grüne Wettbewerbsfähigkeit gibt die Richtung für diesen Wandel an“, sagte Vidar Helgesen, Minister für Klima und Umwelt, bei der Vorstellung der Strategie.

Die Strategie definiert sieben Prinzipien für grüne Wettbewerbsfähigkeit. Dies sind Grundsätze, die die Grundlage für die zukünftige Politik bilden werden. Das erste Prinzip besteht darin, dass die Behörden vorhersehbare Rahmenbedingungen schaffen und treibende Kräfte bei der Arbeit für den Übergang zu einer emissionsarmen Gesellschaft sein sollen.

Mit der öffentlichen Beschaffung soll der Staat zur Nutzung und Entwicklung neuer umwelt- und klimafreundlicher Technologien, Produkte und Lösungen beitragen.

Verbrauchern, Unternehmen und Investoren sollen erforderliche Informationen leichter zugänglich sein, um sich beim Kauf oder bei der Auftragsvergabe für grüne Lösungen und Produkte zu entscheiden. Die Strategie betont auch den Grundsatz, dass der Verursacher zahlt.

Norwegen sei bei der Entwicklung der grünen Wettbewerbsfähigkeit in verschiedenen Bereichen bereits gut vorangekommen, heißt es in einer Pressemitteilung des Umweltministeriums. Das Engagement der Regierung für elektrische Fähren habe in der Wirtschaft an der Küste zu Wertschöpfung und Innovation geführt. Mehrere internationale Batteriehersteller im maritimen Sektor produzieren in Norwegen.

Neue Technologien erhöhten auch die Wachstumschancen in der Aquakulturindustrie und in norwegischen erneuerbaren Energieressourcen. Die aktive Politik der Regierung biete auch Möglichkeiten für den Aufbau grüner Rechenzentren.

Der Klimawandel und die geringere Nachfrage nach Öl und Gas habe die norwegische Wirtschaft vor Herausforderungen gestellt. Daher habe die Regierung im Rahmen der „Green Competitiveness Strategy“ ein Expertenkomitee eingerichtet, um die erwarteten wichtigen globalen klimarelevanten Risikofaktoren zu ermitteln und deren Bedeutung für die norwegische Wirtschaft und ihre finanzielle Stabilität zu beurteilen. Die Strategie folgt den Empfehlungen des Ausschusses für umweltverträgliche Wettbewerbsfähigkeit, der seinen Bericht im Herbst 2016 vorgelegt hat.

Eine gute Zusammenarbeit mit dem Unternehmenssektor werde von entscheidender Bedeutung sein, um die Strategie für eine grüne Wettbewerbsfähigkeit umzusetzen. Die Regierung will daher auf der Dynamik aufbauen, die durch die Arbeit der eigenen Roadmap für die grüne Wettbewerbsfähigkeit geschaffen wurde. Unter anderem soll ein neues Strategieforum für die verarbeitende Industrie, Prosess21, etabliert werden. Darüber hinaus werde der eigene Klimarat der Regierung weiterhin ein ständiger Treffpunkt für strategische Gespräche mit der Industrie zum Übergang zur emissionsarmen Gesellschaft bleiben.

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