Brücke aus Nordhausen über dem Bøkfjord in Position gebracht

Beim Ablegen der Brücke auf die Betonpfeiler war Präzisionsarbeit gefragt.©Thomas Schüler, SBN
Beim Ablegen der Brücke auf die Betonpfeiler war Präzisionsarbeit gefragt.©Thomas Schüler, SBN

Kirkenes, 1. Juni 2017. Nach einer Reise über 3.000 Kilometer von Wilhelmshaven nach Kirkenes liegt eine in Nordhausen gebaute Stahlbrücke seit Ende Mai an ihrem Bestimmungsort über den Bøkfjord. Die 120-Meter-lange-Netzwerkbogenbrücke wurde in der SCHACHTBAU Nordhausen GmbH gebaut. Die einzelnen Teile wurden nach Wilhelmshaven überführt, wo die Brücke vollständig montiert wurde. Auf einem Ponton, einem Kahn ähnlichen Schiff, schwamm die Brücke im April gen Norden und erreichte den Hafen Kirkenes nach 18 Tagen bei bestem Wetter am 15. Mai. Dort wurde das rund 500 Tonnen-schwere-Bauwerk auf dem Ponton vier Meter hoch gestapelt.

„Bei Flut fuhren wir am 19. Mai in den Fjord ein, wobei einige Untiefen umschifft werden mussten“, beschreibt Geschäftsführer Thomas Stäter das Prozedere des Brückenbaus. Mit einsetzender Ebbe wurde das Konstrukt unweit der Einsatzstelle geparkt. „Mit der Flut schwamm der Ponton zwischen die beiden Brückenpfeiler und wurde dort verankert. Die Mannschaft brachte die Brücke dann so in Position, dass sie bei Ebbe auf den Brückenpfeilern abgelegt werden konnte. Dabei leisteten unser Schachtbau-Team und unser Nachunternehmer Präzisionsarbeit“, so Stäter weiter. Mit der genauen Ausrichtung und dem Befestigen der Brücke war das fünfköpfiges Montageteam um Projektleiter Matthias Roeder zwei Tage beschäftigt.

Für Juni und Juli sind noch zwei Montage-Einsätze geplant: Der Windverband und die Aussteifungen müssen entfernt, die Seile nachgespannt und Restarbeiten erledigt werden.

Das norwegische Unternehmen HAK Entreprenør AS wird parallel die Betonplatte herstellen. Am 1. September wird die Brücke offiziell eröffnet.

Für das Thüringer Unternehmen ist es der erste Auftrag in Norwegen. Den Zuschlag zum Brückenbau erhielt es im vergangenen Jahr als Gemeinschaftsprojekt mit dem norwegischen Ingenieurbauer HAK Entreprenør AS über eine Ausschreibung der norwegischen Straßenbehörde Statens Vegvesen. „Wir haben uns schon mehrmals an Ausschreibungen in Norwegen beteiligt, nun haben wir zum ersten Mal einen Auftrag aus Norwegen gewonnen“, sagt Projektleiter Matthias Roeder. „Die gute Zusammenarbeit mit unserem norwegischen Partner hat dabei sicher den Ausschlag gegeben, denn nun konnten wir nicht nur die Stahlbrücke, sondern auch die dazugehörigen Betonarbeiten mit anbieten.“

Die neue Stahlbrücke ist als Ersatz einer alten Brücke der Hauptteil einer 300-Meter-langen Straßenbrücke nahe Kirkenes für die Staatsstraße E 105, die Norwegen mit Russland verbindet.

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