
Oslo, 20. Oktober 2016. Die gemeinsame Norwegisch-Russische Fischereikommission hat sich über die Fangquoten für 2017 in der Barentssee geeinigt. Danach dürfen im kommenden Jahr 890.000 Tonnen Kabeljau gefangen werden, etwa die gleiche Menge wie im Jahr zuvor. Davon steht Norwegen eine Fangmenge von 400.000 Tonnen zu. Die Quoten für Schellfisch liegen bei 233.000 Tonnen. Für Grönländischen Heilbutt wurden 24.000 Tonnen vereinbart, 2.000 Tonnen mehr als im Vorjahr. Bestandteil des neuen Abkommens sind auch technische Regulierungen und eine Zusammenarbeit im Bereich Forschung. So wurde unter anderem diskutiert, Forschungsschiffen künftig Zugang zum Territorium des jeweils anderen Landes zu gewähren.

Norwegens Fischereiminister Per Sandberg zeigte sich mit dem Deal sehr zufrieden. Das neue Abkommen markiere die 40 Jahre währende gute Zusammenarbeit mit Russland im Bereich Fischerei. So sei es gelungen, die wichtigsten Fischressourcen in der Barentssee gemeinsam zu managen und die Grundlagen für ihre weitere nachhaltige Entwicklung zu legen.
Die Norwegisch-Russische Fischereikommission beging in diesem Jahr ihren 40. Jahrestag. Kjell Ingebrigtsen, Chef der norwegischen Fischereivereinigung Norges Fiskarlag lobte die Zusammenarbeit mit den russischen Partnern. „Die russischen Fischer haben die gleichen Auffassung zum Zustand unserer Meere wie wir und wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, dass es eines langfristigen Ansatzes bedarf, um die Fischbestände in einer guten Art und Weise zu verwalten.“ Die Fischereivereinigung arbeite seit vielen Jahren mit zwei russischen Fischereiorganisationen zusammen, und diese Kooperation beruhe auf Respekt und gegenseitigem Vertrauen.
