
Oslo, 3. August 2026. Im Juli wurden etwa so viele neue Pkw zugelassen wie im Juli des Vorjahres, doch die Rangliste sieht völlig anders aus. Nach Angaben des Norwegischen Straßenverkehrsinformationsrats (OFV) ist Toyota vom zehnten auf den ersten Platz der meistverkauften Neuwagen vorgerückt und Xpeng vom dreizehnten auf den dritten Platz, während einige der größten Marken des Vorjahres zurückgefallen sind. Im Juli wurden 9.609 neue Pkw zugelassen, 0,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Davon waren 9.379 Elektroautos, was einem Anteil von 97,6 Prozent entspricht.
Østfold hatte den höchsten Anteil an Elektroautos im Land. Von den 675 neu zugelassenen Pkw im Landkreis waren 672 elektrisch. Nur drei Fahrzeuge hatten einen anderen Antrieb als Elektroantrieb.
Bislang wurden in diesem Jahr 83.012 neue Pkw zugelassen, 2,4 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Elektroautos stieg hingegen um 1,3 Prozent auf 81.040 Fahrzeuge.
Die Juli-Zahlen zeigen, wie schnell sich das Wettbewerbsumfeld verändern kann, selbst wenn die Gesamtzahl der Neuzulassungen nahezu auf dem gleichen Stand bleibt. Toyota ist innerhalb eines Jahres von Platz zehn auf Platz eins vorgerückt, Xpeng von Platz dreizehn auf Platz drei. Tesla ist in diesem Jahr bisher noch Marktführer. „Dies unterstreicht, dass neue Modelle, Verfügbarkeit und hohe Auslieferungszahlen Marken in der monatlichen Statistik schnell nach vorne bringen können, während dauerhaftere Veränderungen erst im Laufe der Zeit beurteilt werden müssen“, erklärt Geir Inge Stokke, Geschäftsführer des Norwegischen Straßenverkehrsinformationsrats (OFV).
Verteilung nach Kraftstoffart im Juli und bisher in diesem Jahr

Toyota von Platz zehn auf Platz eins
Toyota wurde im Juli zum ersten Mal seit Mai 2024 zur meistverkauften Automarke. Mit 1.260 Neuzulassungen hat die Marke ihren Absatz im Vergleich zum Juli des Vorjahres mehr als verdreifacht.
Volkswagen folgte mit 985 Fahrzeugen, während Xpeng mit 843 Zulassungen den dritten Platz belegte. Xpeng verzeichnete damit einen Zuwachs von 161 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Der Toyota bZ4X war mit 532 Neuzulassungen das meistregistrierte Modell. Der Volkswagen ID.4 folgte mit 485, während der Toyota Urban Cruiser mit 437 Neuzulassungen den dritten Platz belegte. Toyota stellte somit zwei der drei meistregistrierten Modelle des Monats. Sowohl Toyota als auch Xpeng waren im Juli mit jeweils zwei Modellen unter den zehn meistregistrierten Modellen vertreten.
Auch die Kundenprofile unterscheiden die Marken. Bei Toyotas Privatzulassungen lag der Frauenanteil bei 37 Prozent und der Männeranteil bei 63 Prozent. Das Durchschnittsalter betrug 60 bzw. 63 Jahre. Xpeng hatte eine jüngere und stärker männlich geprägte Kundengruppe. Hier lag der Frauenanteil bei 19 Prozent und der Männeranteil bei 81 Prozent, mit einem Durchschnittsalter von 45 bzw. 46 Jahren.
Toyota verzeichnete im Juli durchweg Erfolge: Zwei Modelle gehören zu den drei meistzugelassenen Fahrzeugen, und sowohl im Privat- als auch im Gewerbeleasing belegt Toyota den ersten Platz. Xpeng zeige zudem, wie schnell sich ein neuerer Anbieter an der Spitze etablieren kann, wenn norwegischen Autokäufern mehr Modelle zur Verfügung stehen, so Stokke.
Tesla bleibt auch in diesem Jahr die größte Pkw-Marke, obwohl im Juli nur 24 neue Teslas zugelassen wurden. Bis Ende des Monats wurden insgesamt 14.413 neue Teslas registriert, ein Plus von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Toyota folgt mit 9.972 Fahrzeugen, Volkswagen mit 8.149.
Toyota verzeichnete in diesem Jahr bisher ein Wachstum von 37,8 Prozent, während Volkswagen einen Rückgang von 32,2 Prozent hinnehmen musste. Xpeng legte um 77 Prozent auf 3.522 Fahrzeuge zu und belegt damit im Jahr 2026 den siebten Platz.
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Geschäftskundenmarkt treibt das Leasinggeschäft an
Toyota führte im Juli auch die Leasingstatistik mit 534 Fahrzeugen und einem Marktanteil von 21,9 Prozent an. Toyota war sowohl im Privat- als auch im Gewerbeleasing Marktführer. Volkswagen folgte mit 277 Fahrzeugen, Ford mit 236 und BMW mit 215.
Im Juli wurden insgesamt 2.440 neue Pkw für Leasing zugelassen, 10,6 Prozent mehr als im Juli des Vorjahres. Die Entwicklung verlief in den beiden Marktsegmenten sehr unterschiedlich: Das gewerbliche Leasing stieg um 61,5 Prozent auf 1.226 Fahrzeuge, während das private Leasing um 16,1 Prozent auf 1.214 Fahrzeuge zurückging.
Bislang wurden in diesem Jahr 21.610 neue Pkw für Leasing zugelassen, 5,7 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Volkswagen ist mit 4.608 Fahrzeugen Marktführer, gefolgt von Toyota mit 4.280.
„Das Wachstum im Leasingmarkt im Juli wird ausschließlich vom Gewerbemarkt getragen, während das Privatleasing rückläufig ist. Dies zeigt, dass sich die Entwicklungen bei Unternehmen und Privatkunden völlig unterschiedlich gestalten können. Das Wachstum im Juli reicht zudem nicht aus, um den Rückgang zu Jahresbeginn auszugleichen“, so Stokke.
Elektroautos gewinnen auf dem Gebrauchtwagenmarkt an Bedeutung
Im Juli wurden 44.742 Halterwechsel von Pkw registriert, 2,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Davon entfielen 42.907 Halterwechsel auf Privatpersonen.
Diesel war bei Privatpersonen weiterhin die beliebteste Fahrzeugart mit einem Anteil von 34,2 Prozent an den Fahrzeugwechseln. Elektroautos kamen auf 28,8 Prozent und Benzinautos auf 23,6 Prozent.
Der Trend geht jedoch eindeutig in Richtung Elektroautos. Die Zahl der Eigentumswechsel von Elektroautos an Privatpersonen stieg im Juli um 8 Prozent, während die Verkäufe von Diesel- und Benzinautos um 5,7 bzw. 6,7 Prozent zurückgingen.
Bisher wurden in diesem Jahr 318.245 Halterwechsel registriert, 7,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei Elektroautos stieg die Zahl um 43,2 Prozent auf 103.892 Halterwechsel und übertraf damit Dieselautos in der Gesamtstatistik leicht. Die Gesamtzahlen beinhalten auch Übertragungen zwischen Unternehmen, weshalb die Differenz mit Vorsicht zu interpretieren ist., heißt es in der OFV-Mitteilung.
„Elektroautos gewinnen bei Privatpersonen an Bedeutung, und das in einem Monat, in dem sowohl Benzin- als auch Dieselautos sowie der Gebrauchtwagenmarkt insgesamt rückläufig sind. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass die Elektromobilität auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt immer stärker Fuß fasst“, so Stokke.
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Drei von zehn Pkw auf den Straßen sind elektrisch
Ende Juli waren in Norwegen 2.950.077 Pkw zugelassen. Davon waren 1.019.863 Elektroautos, was einen Anteil von 34,6 Prozent am Pkw-Bestandes entspricht. Elektroautos stellen damit die größte Kraftstoffgruppe dar, vor Diesel mit 29,9 Prozent und Benzin mit 23,2 Prozent.
Der Neuwagenmarkt ist fast vollständig elektrisch, doch nur drei von zehn Pkw auf den Straßen sind elektrisch. Daher gewinnen die Entwicklungen auf dem Gebrauchtwagenmarkt und das Tempo der Fahrzeugerneuerung zunehmend an Bedeutung. Die Neuwagenverkäufe weisen den Weg, während die Lagerbestände zeigen, wie viel noch zu tun ist, so Stokke.
Neue Nutzfahrzeuge werden elektrifiziert – der Bestand hinkt hinterher
Im Juli wurden 1.137 neue Transporter zugelassen, 15 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Elektrotransporter stieg dennoch um 10,1 Prozent auf 698 Fahrzeuge, während die Zahl der Dieseltransporter um 40,5 Prozent zurückging. Der Anteil der Elektrofahrzeuge lag bei 61,4 Prozent. Ford war mit 319 Zulassungen der größte Hersteller, gefolgt von Volkswagen mit 282.
Der Markt für Transporter ist in diesem Jahr bisher um 8,5 Prozent gesunken. Die Anzahl der Elektrotransporter ist dennoch um 11,2 Prozent gestiegen, und der Anteil der Elektrofahrzeuge liegt bei 55,1 Prozent.
Ende Juli umfasste der norwegische Lieferwagenbestand 524.541 Fahrzeuge. Davon waren 55.699 elektrisch betrieben, was einem Anteil von 10,6 Prozent entspricht, während 85,6 Prozent noch mit Dieselmotor fuhren.
Der Lkw-Markt verzeichnete im Juli 271 Neuzulassungen, 3,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Seit Jahresbeginn ist der Markt um 1,9 Prozent auf 2.870 Lkw gewachsen. Die Zahl der Elektro-Lkw stieg um 69,7 Prozent, und der Anteil von Elektrofahrzeugen erhöhte sich von 13,8 auf 23 Prozent.
Nur 4,8 Prozent der 65.833 Lkw in Norwegen sind elektrisch, während 88,8 Prozent mit Diesel betrieben werden.
Sechs von zehn neu zugelassenen Transportern im Juli waren elektrisch, doch nur einer von zehn Transportern auf den Straßen fährt elektrisch. Bei Lkw ist die Diskrepanz noch größer. „Die Herausforderung besteht nun darin, das Wachstum der Neuzulassungen in eine umfassendere Erneuerung des Fuhrparks umzusetzen. Dies erfordert planbare Steuern und Förderprogramme, eine ausreichende Ladeinfrastruktur und Netzkapazität, die es Unternehmen ermöglicht, langfristig zu planen. Ohne stabile Rahmenbedingungen riskieren wir, dass notwendige Investitionen aufgeschoben werden“, so Stokke.
