
Oslo, 16. Juni 2026. Die börsennotierten Unternehmen im Staatsbesitz erzielten im Jahr 2025 eine Gesamtrendite von 10,3 Prozent. Das entspricht mehr als einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Das geht aus dem Eigentumsbericht 2025 der Regierung hervor, den Cecilie Myrseth, Ministerin für Handel und Industrie, am 16. Juni vorstellte. Gleichzeitig sank der Gesamtwert der direkten staatlichen Beteiligungen, was teilweise auf einen geringeren Marktwert des größten staatlichen Unternehmens Equinor zurückzuführen ist. Grund hierfür sind niedrigere Ölpreise im Jahr 2025.
Im Finanzjahr 2025 erhielt der Staat Dividenden in Höhe von 75,6 Milliarden NOK. Hinzu kommen 44,5 Milliarden NOK aus Aktienrückkaufprogrammen der börsennotierten Unternehmen. Die Gesamtausschüttung an den Staat beträgt somit über 120 Milliarden NOK. Zum Jahresende umfasste das Staatsportfolio 68 Unternehmen mit über 333.000 Beschäftigten und einem Gesamtwert von 1.296 Milliarden NOK.
Ziel des Staates als Eigentümer von Unternehmen, die vorwiegend im Wettbewerb stehen (Kategorie 1), ist die Erzielung des höchstmöglichen Ertrags im Laufe der Zeit innerhalb nachhaltiger Grenzen und die nachhaltige und möglichst effektive Erreichung der sektorpolitischen Ziele bei Unternehmen, die nicht im Wettbewerb mit anderen stehen (Kategorie 2).
„Durch das staatliche Eigentum sind wir alle Miteigentümer einiger der wertvollsten Unternehmen Norwegens. Diese schaffen einen hohen Mehrwert und hohe Einkommen für die Gemeinschaft, erfüllen wichtige gesellschaftliche Aufgaben und tragen zur Schaffung von Arbeitsplätzen im ganzen Land bei. Trotz großer wirtschaftlicher Unsicherheit hat der Staat auch im Jahr 2025 solide Dividenden erhalten“, so die Ministerin für Handel und Industrie, Cecilie Myrseth.
Um die Ziele des Staates als Eigentümer zu erreichen, müssen Unternehmen wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte in Einklang bringen. Dies spiegelt sich in den Erwartungen des Staates an die Unternehmen wider. Der diesjährige Bericht enthält erstmals aggregierte Daten zu sozialen Faktoren wie Krankheitsausfällen, Arbeitsunfällen und geschlechtsspezifischen Lohnunterschieden.
Viele der Unternehmen im Staatsportfolio sind wichtige Säulen der norwegischen Wirtschaft, während der gesellschaftliche Wandel sie mit steigenden Anforderungen an Umstrukturierung und Innovation konfrontiert, heißt es in einer Pressemitteilung der Regierung. Innovation und Forschung seien für den Erfolg norwegischer Unternehmen von entscheidender Bedeutung und ein zentrales Thema im Regierungsplan für Norwegen, so Myrseth.
Fakten aus dem Bericht über staatliches Eigentum 2025: Kennzahlen für 2025 (Zahlen für 2024 in Klammern)
- Der Wert der staatlichen Beteiligungen an den Unternehmen, an denen der Staat direkt beteiligt ist, betrug zum 31. Dezember 2025 1.296 Milliarden NOK (1.314 Milliarden NOK).
- Die Unternehmen haben insgesamt 333.096 Mitarbeiter (343.398 Mitarbeiter).
- Die direkte Beteiligung des Staates an börsennotierten Unternehmen erzielte im Jahr 2025 eine Rendite von 10,3 Prozent (4,9 Prozent).
- Die Eigenkapitalrendite der nicht börsennotierten Unternehmen der Kategorie 1 betrug 2,3 Prozent (5,2 Prozent).
- Die Dividendenzahlungen an den Staat für das Haushaltsjahr 2025 werden derzeit auf 75,6 Milliarden NOK (102,4 Milliarden NOK) geschätzt. Zusätzlich werden 44,5 Milliarden NOK aus Ausschüttungen im Rahmen von Aktienrückkäufen stammen.
- Für Unternehmen der Kategorie 2, also jene sektoralen Unternehmen, die primär nicht im Wettbewerb stehen, verfolgt der Staat als Eigentümer verschiedene sektorale Politikziele. Der staatliche Eigentumsbericht 2025 enthält Informationen über die Zielerreichung der Unternehmen im Jahr 2025.
- Die Gesamtemissionen der Unternehmen mit direkter Staatsbeteiligung beliefen sich auf rund 595 (561 neu berechnete) Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente. Die direkten Emissionen der Unternehmen betrugen rund 35,7 (36,6 neu berechnete) Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente.
- Der durchschnittliche Anteil weiblicher, von den Eigentümern gewählter Vorstandsmitglieder beträgt 46 Prozent. Der Anteil weiblicher Vorsitzender beträgt 30 Prozent.
- Der Frauenanteil in der Unternehmensführung bzw. im Managementteam beträgt 41 Prozent, auf den darunterliegenden Managementebenen 40 Prozent. Der Anteil weiblicher CEOs liegt bei 45 Prozent.
Finden Sie hier den Eigentumsbericht 2025 des Staates.
