
Oslo, 2. Juni 2026. Das norwegische Parlament Storting hat die Regierung beauftragt, Vorschläge vorzulegen, wie der Staat die Entwicklung von Mineralienprojekten weiter fördern kann, einschließlich der Prüfung der Gründung eines staatlichen Mineralienunternehmens oder Mineralienfonds. Darüber hinaus soll die Regierung die Wertschöpfungskette für kritische Rohstoffe in Norwegen überprüfen, um mögliche Maßnahmen für nachhaltigere Mineralienprojekte zu ermitteln. Dabei gehe es auch darum, inwieweit Norwegen zur Erfüllung der Ziele der EU-Verordnung über kritische Rohstoffe beitragen kann. Auch soll die Regierung sicherstellen, dass die Verordnungen zum Mineraliengesetz die notwendigen Instrumente zur Wahrung der norwegischen Sicherheitsinteressen beinhalten. Die entsprechenden Verordnungen zur nationalen Sicherheit im Mineraliengesetz sollen im Laufe des Jahres 2026 zur Konsultation vorgelegt werden.
Norwegen verfügt mit dem Fens-Feld in der Telemark über Europas größtes Seltene-Erden-Vorkommen. Die Rechte an großen Teilen des Fens-Feldes besitzt das Unternehmen Rare Earths Norway. Ende April dieses Jahres hat die Regierung mitgeteilt, dass sie einen staatlichen Raumordnungsplan (Landesplan) für die Erschließung des Fens-Feldes ausarbeiten wird. Dies geschieht auf Antrag der Kommune Nome, auf deren Territorium die Rohstoffe vorkommen. Als Grund für die Übertragung der Entscheidungsbefugnisse nennt die Kommune die weitreichenden Landkonflikte und die verschiedenen nationalen Belange, die sorgfältig abgewogen werden müssen. Das Ministerium für Kommunalverwaltung und Regionalentwicklung soll als Planungsbehörde den Erschließungsprozess für das Fens-Gebiet als staatlichen Flächennutzungsplan umsetzen.
Die Erschließung des Fens-Feldes befindet sich in einem frühen Stadium. Die konservative Partei Høyre befürchtet, dass die Gründung eines staatlichen Unternehmens die Erschließung verzögern und verteuern wird. Bård Ludvig Thorheim, wirtschaftspolitische Sprecher der Konservativen Partei im Storting, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur NTB, dass es in Norwegen bereits zuvor staatliche Mineralienunternehmen gab, sowohl in Rana als auch in Kirkenes. Keines dieser Projekte sei wirtschaftlich rentabel gewesen.
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