Norwegens Regierung übernimmt Erschließungsplan für das Fens-Feld

Das Fens-Feld bei Ulefoss in der Telemark: Rare Earths Norway besitzt die Rechte an Europas größtem Vorkommen seltener Erden in diesem Gebiet.©Rare Earths Norway

Oslo, 22. April 2026. Norwegens Regierung wird einen staatlicher Raumordnungsplan (Landesplan) für die Erschließung des Fens-Feldes, Europas größter Lagerstätte für seltene Erden (REE), ausarbeiten. Dies geschieht auf Antrag der Kommune Nome, unter deren Territorium die Rohstoffe in der Provinz Telemark vorkommen. Als Grund für die Übertragung der Entscheidungen nennt die Kommune die weitreichenden Landkonflikte und die verschiedenen nationalen Belange, die sorgfältig abgewogen werden müssen, teilt die Regierung mit. Das Ministerium für Kommunalverwaltung und Regionalentwicklung soll als Planungsbehörde den Erschließungsprozess für das Fens-Gebiet als staatlichen Flächennutzungsplan umsetzen.

Die Erschließung des Fens-Feldes befindet sich noch in einem frühen Stadium. Ein staatlicher Raumordnungsplan (Landesplan) bedeutet, dass das Ministerium für Kommunalverwaltung und Regionalentwicklung die Rolle des Gemeinderats als Planungsbehörde übernimmt. Das Ministerium ist somit für die Umsetzung des Planungsprozesses verantwortlich und verabschiedet auch den Flächennutzungsplan. Der Planungsprozess entspricht dem kommunalen Planungsprozess. Daher müssen die Anforderungen an Beteiligung, Konsultation und öffentliche Einsichtnahme sowohl des Planungsprogramms als auch des vorgeschlagenen Flächennutzungsplans erfüllt sein. Gegen Landespläne können jedoch keine Einwände erhoben und gegen die Flächennutzungsplanung keine Rechtsmittel eingelegt werden.

Bevor mit der Mineraliengewinnung begonnen werden kann, sind ein Erschließungsplan gemäß dem Planungs- und Baugesetz sowie Genehmigungen gemäß den branchenspezifischen Gesetzen erforderlich.

Das Fens-Feld enthält unter anderem die seltenen Erden Neodym und Praseodym, die in starken Magneten verwendet werden. Der Zugang zu solchen Magneten ist entscheidend für den Erhalt strategischer Wertschöpfungsketten in Europa. Bei der Gewinnung seltener Erden entsteht Thorium als Nebenprodukt, ein schwach radioaktives Schwermetall.

„Die Förderung der Gewinnung von seltenen Erden im Fens-Gebiet ist ein wichtiges Anliegen der Regierung. Seltene Erden gewinnen geopolitisch zunehmend an Bedeutung. Daher ist es wichtig, dass wir eine industrielle Entwicklung vorantreiben, die zur Wertschöpfung und Schaffung von Arbeitsplätzen beiträgt und gleichzeitig die sicherheits- und verteidigungspolitischen Ziele unterstützt“, erklärt Handels- und Industrieministerin Cecilie Myrseth.

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