Hydro senkt mit Rotorsegeln, Solarmodulen und Batteriespeichern Transport um bis zu 35 Prozent

Ein Schiff auf einem Gewässer vor dem Hintergrund von Bergen
Das Frachtschiff Trans-Sol verlässt das Aluminiumwerk von Hydro in Høyanger mit einem Walzblock für den europäischen Markt. Norwegen produziert derzeit rund 40 Prozent des europäischen Aluminiums.©Sea Cargo

Oslo, 17. April 2026. Der Aluminiumkonzern Hydro hat durch umfassende Energieeffizienz- und Dekarbonisierungsmaßnahmen auf den Frachtschiffen Trans Sol und Trans Hav die CO2-Emissionen einer der wichtigsten Seerouten von Hydro in Europa um 30 bis 35 Prozent reduziert. Die Schiffe werden von Sea-Cargo betrieben und von Hydro für den Transport von kohlenstoffarmem Aluminium von Norwegen zu Kunden in Europa eingesetzt.

Die Modernisierungen der Schiffe Trans Sol und Trans Hav kombinieren Windantrieb, bordeigene erneuerbare Energien, Energiespeicher, optimierten Antrieb, intelligentes Energiemanagement und Landstromanschluss. Insgesamt führt dies zu einem deutlich reduzierten Kraftstoffverbrauch und geringeren Emissionen, ohne die Betriebssicherheit zu beeinträchtigen.

Die Schifffahrt ist für rund drei Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich und gilt als einer der Sektoren mit den größten Herausforderungen bei der Dekarbonisierung. Hydro strebt bis 2050 Klimaneutralität in der Aluminiumproduktion an. Bis 2030 sollen die eigenen Emissionen des Unternehmens im Vergleich zu 2018 um 30 Prozent gesenkt werden.

Die schrittweise Abschaffung fossiler Brennstoffe entlang der gesamten Wertschöpfungskette, einschließlich Logistik und Transport, ist eine der drei Säulen der Dekarbonisierungsstrategie von Hydro. Dazu gehören die innovativen und energieeffizienten Transportlösungen von Hydro und Wilson, die letztes Jahr eingeführt wurden, sowie die technologischen Modernisierungen des SC Connector von Sea-Cargo im Jahr 2021 .

Die Emissionsreduzierungen auf den Trans-Sol- und Trans-Hav-Routen entsprechen etwa 20 Prozent der Einsparungen im Geschäftsbereichs Hydro Aluminium Metal in der Logistik und unterstreichen die Bedeutung gezielter Maßnahmen auf stark frequentierten Strecken.

Die Trans Sol und die Trans Hav sind zwei von vier Schiffen, die regelmäßig Aluminiumprodukte von den fünf Primäraluminiumwerken des Unternehmens in Westnorwegen – Sunndal, Høyanger, Karmøy, Husnes und Årdal – zu den Märkten in Europa transportieren.

Während der One Ocean Week in Bergen wird die Trans Sol in Festningskaien vor Anker liegen und demonstrieren, wie eine enge Zusammenarbeit zwischen Industriepartnern und praktische Lösungen die Emissionen der Schifffahrt schon heute reduzieren können.

Dekarbonisierungsmaßnahmen auf Trans-Sol und Trans-Hav:

Rotorsegel: Hohe, rotierende Segel nutzen den Wind, um zusätzlichen Vortrieb zu erzeugen und so den Bedarf an Motorleistung und Treibstoff zu reduzieren.

Solarpaneele (ca. 1.600 m²): Integrierte Solarpaneele erzeugen Strom an Bord und reduzieren die Belastung der Motoren und Hilfsmotoren.

Batteriespeicher und Frequenzumrichter: Batterien speichern Energie und tragen zu einer stabilen Energienutzung bei, was die Effizienz steigert und den Kraftstoffverbrauch reduziert.

Optimierte Propeller: Neue Propellerkonstruktionen bieten einen besseren Wirkungsgrad bei normalen Betriebsgeschwindigkeiten und benötigen weniger Energie für den Antrieb.

Fortschrittliche Energiemanagementsysteme: Intelligente Steuerungssysteme optimieren die Energieerzeugung und -nutzung an Bord und reduzieren unnötigen Kraftstoffverbrauch.

Modernisierte Maschinen, Brücken und Steuerungssysteme: Moderne Systeme bieten eine höhere Präzision, bessere Überwachung und insgesamt höhere betriebliche Effizienz.

Landstromanschluss: Ermöglicht Schiffen den Anschluss an Landstrom im Hafen und vermeidet so Emissionen während Hafenaufenthalten, sofern Landstrom verfügbar ist.

NOx-Wäschertechnologie: Reduziert die Stickoxidemissionen aus Abgasen und trägt zu einer besseren lokalen Luftqualität und Umweltverträglichkeit bei.

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