
Berlin, 13. Februar 2026. Die 76. Berlinale (12.–22. Februar) begann in der vergangenen Woche mit Weltpremieren eines norwegischen und eines samischen Films. Dara van Dusens Spielfilmdebüt A Prayer for the Dying feierte am 13. Februar seine Weltpremiere in der neuen Sektion „Perspectives“. Es folgte am 16. Februar das Spielfilmdebüt Árru der Regisseurin Elle Sofe Saras in der Sektion „Panorama“. Der Film No Good Men, eine Koproduktion des norwegischen Studios Motlys, wurde als Eröffnungsfilm der diesjährigen Berlinale ausgewählt. Sofia Tjelta Sydness ist die norwegische Vertreterin im diesjährigen Shooting Star-Programm. Sie ist eine von zehn europäischen Schauspielerinnen, die auf der Berlinale im Rahmen der Initiative von European Film Promotion (EFP) zur Förderung junger Schauspieltalente vorgestellt wird.
Dara van Dusens Spielfilmdebüt A Prayer for the Dying handelt von einer Epidemie in einer Kleinstadt in Wisconsin in den 1870er Jahren. Sie stammt ursprünglich aus New York, studierte an der Polnischen Filmhochschule in Łódź und lebt heute in Oslo. Ihr Kurzfilm „Significant Others“ wurde 2008 im Kurzfilmwettbewerb der Filmfestspiele von Cannes gezeigt.
In dem Film Árru kämpft die Rentierzüchterin Maia gegen die Zerstörung der Rentierweiden, von denen ihre Familie seit Generationen lebt. In der Hoffnung, Widerstand zu mobilisieren, sucht sie Unterstützung bei ihrem charismatischen Onkel, einem bekannten Aktivisten. Doch mit dem Anwachsen der Proteste kommt ein dunkles Familiengeheimnis ans Licht. Durch Joik und Musik geraten Loyalität, Tradition und Wahrheit in Konflikt, und Maia muss sich entscheiden: Schweigen und das Familienerbe bewahren oder das Schweigen brechen.
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