
Vestby, 16. Oktober 2025. Das Transportunternehmen ASKO, Teil der NorgesGruppen, hat in Vestby Norwegens erste kommerzielle Megawatt-Ladestation (MCS) eröffnet. Wie das Unternehmen mitteilt, können zwei Elektro-Lkw gleichzeitig mit 1,2 Megawatt aufgeladen werden – genug, um ihre Batterien während der gesetzlich vorgeschriebenen 45-minütigen Ruhepause des Fahrers aufzuladen. Der Strom für das System stammt hauptsächlich von den Solarzellen auf dem Dach der Lagerhallen. Diese Lösung ist besonders wichtig für lange Strecken mit schwerer Ladung. ASKO hat derzeit rund einhundert Fahrzeuge in Vestby im täglichen Einsatz.
Die neue Anlage nutzt das Megawatt Charging System (MCS), die modernste Technologie zum Schnellladen schwerer Fahrzeuge. Diese Lösung halbiert die Ladezeit im Vergleich zu heutigen Standardladegeräten. Zum Vergleich: Das vollständige Aufladen eines Scania-Lkw mit herkömmlicher Ladetechnik dauert 82 Minuten, das MCS-Laden braucht nur 45 Minuten.
„Mit dieser Anlage, die aus zwei 1,2-MW-Ladegeräten und vier 560-kW-Ladegeräten besteht, können mehrere Lkw während der Ruhezeiten der Fahrer gleichzeitig aufgeladen werden. Das macht Elektro-Lkw auch auf längeren Strecken praktisch und rentabel“, sagt Marius Råstad, Logistikmanager Outbound Transport bei ASKO.
ASKO hat das Ziel, den eigenen Vertrieb fossilfrei zu gestalten. Das Unternehmen verfügt bereits über eine der weltweit größten Ladestationen für Elektro-Lkw mit einer Kapazität zum gleichzeitigen Laden von rund 60 Fahrzeugen. Nun folgt der nächste Schritt, der die Elektrifizierung auch schwererer Transporte über längere Strecken ermöglichen wird.
Das Projekt ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen ASKO, Scania und Kempower. Scania liefert die Lkw, während Kempower das Ladesystem installiert. Der erste Lkw wird gleichzeitig der erste MCS-fähige Lkw im regulären Betrieb bei einem Kunden in Norwegen sein.
„Nach zwei Jahren enger Zusammenarbeit mit ASKO haben wir nun an 13 Depots des Unternehmens landesweit Ladeinfrastruktur aufgebaut. Nun erreichen wir einen wichtigen Meilenstein: die Errichtung der ersten kommerziellen MCS-Ladestation Norwegens. ASKOs Pionierarbeit bei der Elektrifizierung von Lebensmittellieferungen unter schwierigen Wetter- und Geländebedingungen in Norwegen setzt einen neuen Standard in der Branche. Diese Initiative ist zweifellos eine Inspiration für den grünen Wandel“, sagt Erik Kanerva, Vertriebsleiter für Nordeuropa bei Kempower.
Um die Ladeaktivitäten an den dichten Verkehrsplan anzupassen, nutzt ASKO das Unternehmen K2 Mobility und dessen cloudbasierte Software PANION. Die Software vernetzt Verkehrsplan, Fahrzeuge, Ladegeräte und Stromnetz in Echtzeit. Dies trägt dazu bei, den Ladebedarf zu optimieren und die Ladekosten zu senken.
