
Den Haag, 25. Juni 2025. Deutschland und Norwegen wollen gemeinsam präzisionsgelenkte Marschflugkörper (Joint Strike Missile) mit großer Reichweite für F-35-Kampfflugzeuge beschaffen. Das haben Verteidigungsminister Pistorius und sein norwegischer Amtskollege Tore Sandvik am Rande des NATO-Gipfels in Den Haag am 24. und 25. Juni mitgeteilt. Die beiden Minister unterzeichneten eine entsprechende Kooperationsvereinbarung. Der Vorteil für Deutschland sei, dass die Raketen über den norwegischen Vertrag beschafft würden und somit ohne Bürokratie und Zeitverzug schon 2027 zur Verfügung stünden, erklärte Pistorius in einem Statement. Die Joint Strike Missile können gegen geschützte Ziele zu Land und zu Wasser eingesetzt werden.
Am Rande des Treffens trat Dänemark der Maritimen Sicherheitspartnerschaft im Nordatlantik bei, die auf dem Gipfel 2024 in Washington durch Deutschland, Kanada und Norwegen ins Leben gerufen wurde. Dabei handelt es sich um eine vertiefte Kooperation im Bereich maritimer Sicherheit mit Fokus auf den Nordatlantik.
In der Abschlusserklärung des NATO-Gipfels haben sich alle NATO-Mitgliedstaaten darauf geeinigt, bis 2030 fünf Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Stärkung ihrer Verteidigungsfähigkeiten auszugeben. 3,5 Prozent sollen zur Stärkung der traditionellen Verteidigungsfähigkeiten, 1,5 Prozent zur Unterstützung militärischer Fähigkeiten und Widerstandsfähigkeit eingesetzt werden.
