
Oslo, 18. März 2025. Die norwegische Zollbehörde hat in der Nacht vom 14. zum 15. März bei der Kontrolle eines polnischen Fahrzeuges mit falschen Schildern am Grenzübergang Kruttfjellet in Nordland 3,3 Millionen Zigaretten, 15.000 Liter Schnaps und über 3.000 Liter Wein entdeckt. Damit wurden Steuern und Abgaben in Höhe von insgesamt 22 Millionen NOK hinterzogen, teilt die norwegische Zollbehörde mit.
„Die Beschlagnahme ist sowohl hinsichtlich ihres Umfangs als auch ihres Wertes erheblich“, erklärt Thomas Nyløkken, Abteilungsleiter der Zollbehörde. Dies erfordere ein hohes Maß an Organisation und Finanzkraft, und nur größere kriminelle Netzwerke verfügten über die nötigen Ressourcen und Fähigkeiten. „Wir legen großen Wert auf die Bekämpfung der organisierten Kriminalität und arbeiten seit langem systematisch mit Informationen und Analysen, um die richtigen Kontrollobjekte auszuwählen.“ Das Fahrzeug sei dem Zoll bereits durch seine Arbeit gegen ein größeres kriminelles Netzwerk bekannt gewesen.
Der Fahrer war ein polnischer Staatsbürger. Er sei am 17. März für vier Wochen in Untersuchungshaft genommen worden mit einem Brief- und Besuchsverbot sowie einer Woche Isolation, erklärte Staatsanwältin Bente Bøklepp.

Der Zollverwaltung sei durchaus bekannt, dass organisierte kriminelle Netzwerke den Schmuggel großer Mengen Zigaretten und Alkohol nach Norwegen organisieren, heißt es in einer Pressemitteilung. Die betreffenden Netzwerke seien in den Bereichen Transport und Logistik gut etabliert und würden für den Transport legaler Güter dieselben Fahrer und Transportmittel nutzen wie für den Schmuggel.
„Dieselben Netzwerke sind in ganz Europa aktiv und an verschiedenen Arten von Kriminalität beteiligt, darunter illegale Zigarettenproduktion, Schmuggel großer Mengen Drogen, Kriminalität am Arbeitsplatz und Geldwäsche. Der Kampf gegen schwere organisierte und grenzüberschreitende Kriminalität ist daher sowohl für die Zollverwaltung als auch für die Polizei ein wichtiger Schwerpunkt“, so Nyløkken weiter.
Auch die Polizei ist der Ansicht, dass die Zusammenarbeit in diesem Fall von entscheidender Bedeutung war. Die Zusammenarbeit mit der Zollverwaltung habe in diesem Fall sehr gut funktioniert. Die Polizei habe ihre Bemühungen gegen kriminelle Netzwerke verstärkt und dabei sei eine gute Zusammenarbeit mit anderen Behörden von entscheidender Bedeutung, sagt Bøklepp.
