Oslo 14. März 2025. Norwegens Regierung hat ein Verbot der Nutzung fossiler Gase auf Baustellen ab 1. Juli 2025 angekündigt. Es umfasst auch die Nutzung fossilen Gases zur vorübergehenden Beheizung während der Bauarbeiten. Die sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu emissionsfreien Baustellen, sagt Klima- und Umweltminister Andreas Bjelland Eriksen. Seit 2022 besteht bereits ein Verbot für die Nutzung von Mineralöl zur temporären Gebäudebeheizung.
Ausnahmen gelten für die Nachbehandlung von Ortbeton und Fassadenheizungen für die ersten zwei Jahre nach Inkrafttreten des Verbots. Damit soll der Industrie Zeit gegeben werden, sich anzupassen und gute Alternativen zu fossilem Gas zu finden.
Beim Bau und bei der Renovierung von Gebäuden sei häufig eine Beheizung erforderlich, unter anderem zum Aushärten des Betons, zum Frostschutz, zum Trocknen, zur Feuchtigkeitsentfernung und zur Vorbereitung von Malerarbeiten. Traditionell würden für die Gebäudeheizung große Mengen Öl und fossiles Gas verwendet, teilt das Umweltministerium mit. Als Alternativen zur Nutzung fossilen Gases zur temporären Gebäudebeheizung könnten Strom, Fernwärme, Wärmepumpen oder Biokraftstoffe genutzt werden.
Das Verbot wurde der EFTA-Überwachungsagentur ESA mitgeteilt und wird anschließend in Lovdata veröffentlicht.
Die norwegische Umweltbehörde wird einen Leitfaden für die Branche entwickeln.
