Equinor und Shell gründen Großbritanniens größtes unabhängiges Öl- und Gasunternehmen

Das Mariner-Feld in der britischen Nordsee©Jamie Baikie/Equinor

Oslo, 5. Dezember 2024. Equinor UK Ltd, eine Tochtergesellschaft von Equinor ASA, und Shell UK Limited, eine Tochtergesellschaft von Shell plc, werden ihre britischen Offshore-Öl- und Gasanlagen und ihr Know-how zusammenlegen und ein neues Unternehmen gründen, das der größte unabhängige Produzent in der britischen Nordsee sein wird. Wie Equinor mitteilt, soll das 50:50-Joint Venture die heimische Öl- und Gasproduktion sowie die Energieversorgungssicherheit im Vereinigten Königreich aufrechterhalten. Die Transaktion wird zum 1. Januar 2025 wirksam. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt von Genehmigungen und wird bis Ende 2025 erwartet.

Das Joint Venture mit Sitz in Aberdeen wird Equinors Beteiligungen an Mariner, Rosebank und Buzzard sowie Shells Beteiligungen an Shearwater, Penguins, Gannet, Nelson, Pierce, Jackdaw, Victory, Clair und Schiehallion umfassen. Eine Reihe von Explorationslizenzen werden ebenfalls Teil der Transaktion sein.

Nach Abschluss der Transaktion werde sich das neue Unternehmen selbst finanzieren, Equinors Eigentumsanteil werde als Eigenkapital verbucht und Equinor werde keine organischen Kapitalausgaben im Zusammenhang mit dieser Investition melden, heißt es in einer Pressemitteilung. Diese Transaktion ermögliche es Equinor, von einer erhöhten kurzfristigen Produktion und einem höheren Cashflow zu profitieren. Die ausgewogenere Eigentumsstruktur der Vermögenswerte trage auch zu einer geringeren Gesamtrisikobelastung bei.

„Im Inland produziertes Öl und Gas werden voraussichtlich in der Zukunft des britischen Energiesystems eine bedeutende Rolle spielen. Um dies in einem bereits ausgereiften Becken zu erreichen, bündeln wir unsere Kräfte mit Equinor, einem langjährigen Partner. Das neue Unternehmen wird eine entscheidende Rolle bei einer ausgewogenen Energiewende spielen und Millionen britischer Haushalte mit Wärme und die Industrie mit Strom versorgen und die Versorgung mit den Brennstoffen sicherstellen, auf die die Menschen angewiesen sind“, erklärt Zoë Yujnovich, Integrated Gas and Upstream Director bei Shell.

Equinor beschäftigt in Großbritannien rund 300 Menschen in der Öl- und Gasindustrie, Shell hat 1.000 Mitarbeiter in ähnlichen Positionen in der Öl- und Gasindustrie.

In Großbritannien produziert Equinor derzeit etwa 38.000 Barrel Öläquivalent pro Tag; Shell UK über 100.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Das neue Unternehmen soll im Jahr 2025 über 140.000 Barrel Öläquivalent pro Tag produzieren.

Equinor behält das Eigentum an seinen grenzüberschreitenden Vermögenswerten Utgard, Barnacle und Statfjord sowie an seinem Offshore-Windportfolio, darunter Sheringham Shoal, Dudgeon, Hywind Scotland und Dogger Bank. Darüber hinaus behält das Unternehmen die Vermögenswerte in den Bereichen Wasserstoff, Kohlenstoffabscheidung und -speicherung, Stromerzeugung, Batteriespeicherung und Gasspeicherung.

Shell UK behält seine Anteile an der Fife NGL-Anlage, dem St. Fergus Gas Terminal und den schwimmenden Windkraftanlagen, die sich derzeit in der Entwicklung befinden – MarramWind und CampionWind. Shell UK bleibt außerdem technischer Entwickler von Acorn, Schottlands größtem Projekt zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung.

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Eine Fahrt mit dem Arctic Train auf der nördlichsten Bahn Norwegens