
Oslo, 23. September 2024. Norwegen steht gemeinsam mit Ruanda an der Spitze einer Gruppe von Ländern, die ein möglichst starkes globales Kunststoffabkommen zur Reduzierung von Mikroplastik noch in diesem Jahr erzielen will. Zur UN-Generalversammlung in New York steht die Plastikverschmutzung bei mehreren Treffen auf der Tagesordnung. Norwegens Premierminister Jonas Gahr Støre nimmt an einem hochrangigen Treffen teil, um die weltweite Einigung auf ein ehrgeiziges Abkommen voranzutreiben. Norwegens Entwicklungsministerin Anne Beathe Kristiansen Tvinnereim leitet gemeinsam mit Ruandas Umweltminister das fünfte Ministertreffen der ehrgeizigen Koalition.
„Es gibt Mikroplastik in unserem Trinkwasser, in der Nahrung, in der Luft und in der Natur. Es ist dringend notwendig, ein internationales Abkommen zur Bekämpfung der Plastikverschmutzung zu schließen“, sagt Støre.

Die Plastikverschmutzung sei eines der am schnellsten wachsenden Umweltprobleme der Welt, heißt es in einer Pressemitteilung des Premierministers. Laut einer Veröffentlichung von Systemiq liegen 80 Prozent des seit 1950 produzierten Plastikmülls noch immer auf Mülldeponien oder in der Umwelt. Die Vereinigung sagt eine Verdopplung des Volumens von Mikroplastik in der Luft von 2019 bis 2040 voraus.
In der Pressemitteilung macht das Büro des Premierminister darauf aufmerksam, dass über New York jede Woche 976 Kilogramm Mikroplastik fallen. Das entspricht knapp 100.000 Halbliter-Plastikflaschen. Über Oslo geht jede Woche Mikroplastik im Äquivalent von 5.600 Halbliter-Plastikflaschen nieder.
Das nächste Verhandlungstreffen der internationalen Kunststoffverhandlungen findet im südkoreanischen Busan statt.
