Norwegens Kronprinz Haakon eröffnet ONS 2024: Umstellung auf erneuerbare Energien geht nicht schnell genug

Norwegens Kronprinz Haakon (l.) am Stand des österreichischen Konzerns OMV. Das Unternehmen vermeldete in der vergangenen Woche einen großen Gasfund in Norwegen.©ONS-Markus Johansson

Stavanger, 26. August 2024. Norwegens Kronprinz Haakon mahnte in seiner Eröffnungsrede zur Öl- und Gasmesse ONS 2024 in Stavanger am 26. August 2024 an, dass die Umstellung auf erneuerbare Energien geht nicht schnell genug geht. „Ein Scheitern des grünen Wandels können wir uns nicht leisten“, sagte der Kronprinz. Kosten und Nutzen müssten ein Gleichgewicht zwischen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Folgen herstellen – auf der ganzen Welt. 

„Die Entwicklung der Öl- und Gasindustrie hat bewiesen, was wir erreichen können, wenn wir klare Ziele setzen und zusammenarbeiten. Wenn wir unseren Willen, unsere Intelligenz und unsere Ressourcen bündeln, sagte der Kronprinz. Bei der Neugestaltung des Energiesektors sei eine gute Führung wichtiger denn je. Sie müsse auf dem Verständnis basieren, dass die Energiewirtschaft der Zukunft nicht so profitabel sein wird wie die, die Norwegen in den letzten 50 Jahren erlebt habe.

Heute wüsste man, was in den 1970er-Jahren nur wenige wussten – oder zu bedenken wagten: dass der Klimawandel durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe verursacht wird.  Das nächste Kapitel des Offshore-Abenteuers werde – und könne – nicht so aussehen wie das, das gerade abgeschlossen wird. 

In seiner Eröffnungsrede ging Haakon auf die 50-jährige Geschichte der Öl- und Gasmesse eine. Die erste ONS-Konferenz fand in Stavanger mit 310 Unternehmen aus 14 Ländern statt. Heute nehmen mehr als 1000 Aussteller aus 95 Ländern an der weltweit größten Öl- und Gasmesse teil. Die Demonstrationen, die während der Eröffnungsfeier vor dem Messegelände stattfanden, kommentierte er mit den Worten: „Auch 1974 gab es Demonstranten vor dem Konferenzgebäude. Das war jedes Jahr so ​​und ist auch heute noch so. Ein Zeichen für eine gut funktionierende Demokratie mit Meinungsfreiheit.“  

Rückblickend könne man würdigen, was durch die Kombination aus visionärer politischer Führung und fortschrittlicher industrieller Innovation möglich wurde. Schon damals seien Entscheidungen getroffen worden um sicherzustellen, dass norwegische Unternehmen und Arbeitnehmer von der Entdeckung von Ekofisk im Jahr 1969 profitieren würden. Was folgte war die Entwicklung eines weltweit führenden Industrieclusters mit Sitz in Westnorwegen. Dies habe Norwegen als Land verändert.

Der Kronprinz dankte allen hart arbeitenden Menschen in der Ölindustrien, die über ein halbes Jahrhundert zum Wohlstand Norwegens beigetragen haben. Über das gesamte Spektrum der Branche hinweg gebühre den Industriearbeitern vor Ort der herzliche Dank aller.  

19 deutsche Unternehmen präsentieren sich in diesem Jahr wieder im deutschen Pavillon der AHK Norwegen in Halle 3. Wintershall Dea ist mit einem großen Stand in Halle 7 vertreten.

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Eine Fahrt mit dem Arctic Train auf der nördlichsten Bahn Norwegens