
Oslo, 31. Juli. 2024. Die Norges Bank wird im August 2024 im Auftrag der Regierung Devisen im Gegenwert von 400 Millionen NOK pro Tag kaufen. Damit bleibt der Kronenumsatz gegenüber dem Vormonat stabil.
Die norwegische Regierung erhält Einnahmen aus Erdölaktivitäten sowohl in NOK als auch in Fremdwährung. Ein Teil dieser Einnahmen wird zur Finanzierung eines geplanten Haushaltsdefizits der Zentralregierung verwendet, dem strukturellen Nicht-Öl-Defizit. Der Rest wird in Fremdwährung Staatsfonds Government Pension Fund Global (GPFG) gespart. Im Auftrag des Finanzministeriums führt die Norges Bank die notwendigen Devisentransaktionen im Zusammenhang mit der Ausgabe der Erdöleinnahmen über den Staatshaushalt und der Einsparung im GPFG durch.
Von Herbst 2014 bis Frühjahr 2022 konnten die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft, in norwegischen Kronen, das Haushaltsdefizit Norwegens nicht decken. Das führte dazu, dass die Zentralbank bis Januar 2022 Kronen kaufte, im Februar und März fanden keine Transaktionen statt. Seit April 2022 reichen die Einnahmen aus Öl und Gasverkäufen zur Deckung des Haushaltsdefizits aus. Seitdem verkauft Norges Bank norwegische Kronen, um sie gegen eine andere Währung einzutauschen, die dann in den Staatsfond eingezahlt wird.
