Norwegische Firmen wollen bis 2025 einhundert Wasserstoff-Lkw auf die Straße bringen

Mit dem Projekt H2 Truck setzen sich norwegische Unternehmen u.a. dafür ein, dass das Logistikunternehmen Bring, eine Tochter der norwegischen Post, schon bald Wasserstoff für seine schwersten Fahrzeuge verwenden kann.©Søren Nielsen.

Oslo, 1. April 2021. Ein Team norwegischer Industrie- und Transportunternehmen will bis 2025 mindestens einhundert Wasserstoff-Lkw auf norwegische Straßen bringen. An dem Projekt H2-Truck-Projekt beteiligen sich 16 Unternehmen. Es führt Vertreter der gesamte Wertschöpfungskette zusammen. Projektleiter ist Jan Carsten Gjerløw, geschäftsführer von Evig Grønn AS.

Die Unternehmen Everfuel und Hynion werden für die Entwicklung der Tankstellen verantwortlich sein. Everfuel hat kürzlich seine Ambitionen für eine erste Phase der Entwicklung von 15 Tankstellen für Schwertransport-, Bus- und Taxiunternehmen gestartet.

Wasserstoff-Stationen von Hynion können eine frühzeitige Prüfung von Wasserstoff-LKWs gewährleisten. Dann will das Unternehmen mit dem Bau neuer Stationen an den Standorten beginnen, die die Benutzer benötigen, erklärt Ulf Hafseld, General Manager von Hynion.

Zu den Nutzern des Projekts zählen die Transportunternehmen DB Schenker, Posten og Bring, Rema und DnB.

DB Schenker verfügt bereits über den Oslo City Hub für die Elektrifizierung des Warenvertriebs in Oslo. Jetzt will das Unternehmen auch bei der Umstellung des Schwertransport auf emissionsfreie Antriebe die Führung übernehmen. Die ersten Wasserstoff-Lkw sollen in Zusammenarbeit mit H2 Truck getestet werden, sagt Nachhaltigkeitsmanager Per Ove Svartangen.

Die norwegische Post verfügt in Norwegens über die größte Elektroautoflotte und hat mit der Umstrukturierung der schwereren Fahrzeuge begonnen.  

“Wir stehen derzeit im Dialog mit mehreren Herstellern. Ziel ist es, eine Einigung mit zwei dieser Hersteller zu erzielen. Die Erfolgswahrscheinlichkeit ist hoch, wenn wir eine so große und robuste Wertschöpfungskette präsentieren können. Wir konzentrieren uns jetzt zunächst darauf, LKWs in die Region Oslo zu bringen, die von den Herstellern als attraktiv angesehen wird. Der Ruf Norwegens als Land der Elektroautos ist ebenfalls ein positiver Faktor”, sagt Jan Carsten Gjerløw.

Die Beteiligten von H2 Truck arbeiten eng mit der Gemeinde Oslo und mit der Gemeinde Viken zusammen, die sich an der Finanzierung von H2 Truck beteiligen. Geldgeber ist ebenfalls der Climate and Energy Fund. Künftig soll die Infrastruktur für H2 Trucks auf andere norwegische Regionen ausgedehnt werden.

H2 Truck ist auch mit europäischen Initiativen für umweltfreundlichen Verkehr verbunden, wie beispielsweise dem Projekt STRING Hydrogen Corridor. Das Mandat besteht darin, den Einsatz von Wasserstoff-LKWs zwischen Oslo und Hamburg zu erleichtern.

Beteiligte Unternehmen an H2 Truck:

  • Statkraft
  • Everfuel Norway
  • Hynion
  • Ballard Power Systems Norway
  • Toyota Norge
  • DB Schenker
  • Partifrakt
  • Posten Norge
  • PostNord
  • Transport-Formidlingen
  • Coop Norge
  • Rema Distribusjon Norge
  • DNB
  • Ife / FME MoZEES
  • Kunnskapsbyen Lillestrøm
  • ZERO

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