Expedition auf der Suche nach Mineralien auf dem Meeresboden erfolgreich abgeschlossen

Von dem Schiff Island Vialiant aus hat die norwegische Erdöldirektion NPD fünf Wochen lang auf dem Mohn Ridge im Nordwesten der norwegischen See nach Bodenschätzen unter dem Meer geforscht. Im Bild: Ein Bohrkern auf dem Weg zum Deck.©NPD

Oslo, 9. Oktober 2020. Das Norwegische Petroleum Direktorat (NPD) hat eine fünfwöchigen Expedition auf dem Mohn Ridge im Nordwesten der norwegischen See auf der Suche nach weiteren Meeresbodenmineralien abgeschlossen. Dabei kamen neue Technologien zum Einsatz. Die Bohrungen erfolgten von dem Schiff Island Valiant aus, das Anfang dieser Woche in Hareid an der Küste von Sunnmøre anlegte. Neben dem Betreiber TIOS AS waren die Unternehmen Island Offshore, Halliburton und Oceaneering maßgeblich an der Umsetzung des Projekts beteiligt.

Auf der Expedition führte der Betreiber TIOS AS Bohrarbeiten in 3.000 Metern unter dem Meer durch, um Proben von Mineralvorkommen in der Tiefsee zu sichern. Die NPD hat in den letzten Jahren an einer Reihe solcher Kartierungsexpeditionen teilgenommen, sowohl in Zusammenarbeit mit der Universität Bergen als auch im Auftrag der Direktion. Während der Expedition wurden durch die Nutzung detaillierter Daten zum Meeresboden und Probenahmen aus dem Meeresboden mehrere Mineralvorkommen nachgewiesen. Die Lagerstätten umfassen Metalle und Mineralien, die für die Batterietechnologie, Windkraftanlagen und Mobiltelefone wichtig sind, teilt NPD mit.

Der Mohn Ridge ist ein ozeanischer Kamm, der zwei tektonische Platten trennt. Ziel dieser Expedition war es, die Mineralfelder duch das Bohren flacher Bohrlöcher zu untersuchen und die Bohrtechnologie in diesen riesigen Ozeantiefen zu testen.

Die Bohrvorgänge wurden mit Spiralrohren durchgeführt, bei denen es sich um einen durchgehenden Bohrstrang handelt, der auf einer Kabeltrommerl aufgewickelt ist. Dies ist das erste Mal, dass diese Technologie zum Bohren in Wassertiefen von mehr als 3.000 Metern eingesetzt wurde.

“Dies ist eine echte Pionierexpedition”, sagt Explorationsdirektor Torgeir Stordal in der NPD. “Dies ist das erste Mal, dass die Coiled-Tubing-Technologie in so tiefen Gewässern eingesetzt wird, und das erste Mal, dass eine solche Bohrtechnologie zur Erforschung von Meeresbodenmineralien genutzt wird. Da dies Neuland ist, waren wir uns nicht sicher, ob es funktionieren würde. Aber es tat es. Wir haben viele Proben genommen, die für die bevorstehende Arbeit nützlich sein werden.”

Dies ist das dritte Mal, dass das Norwegische Petroleum Direktorat eigene Tiefseeoperationen durchführt, um das Potenzial für Meeresbodenmineralien zu ermitteln. Die gesammelten Daten und das Probenmaterial werden nun analysiert.

Die NPD fungiert auch die Fachdirektion für Meeresbodenmineralien. Das Ministerium für Erdöl und Energie hat die NPD mit der Kartierung und dem Nachweis von Mineralvorkommen in der Tiefsee beauftragt.

Kontakt:
Eldbjørg Vaage Melberg
Tel: +47 51 87 61 00

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