Kværner und Fortum wollen bei Industrieprojekten und der CO2-Abscheidung zusammenarbeiten

Die Müllverbrennungsanlage von Fortum Oslo Varme in Klemetsrud ist an einem Demonstrationsprojekt zur Abspaltung und Speicherung von Kohlendioxid beteiligt (CCS). Gemeinsam mit Kværner will Forum den Bau einer neuen Anlage zur Kohlenstoffabscheidung prüfen.©Forum Oslo Varme

Oslo, 2. März 2020. Kværner ASA und das Energieunternehmen Fortum haben ein Memorandum of Understanding (MoU) zur Zusammenarbeit bei der Identifizierung, dem Bau und der Installation möglicher neuer Industrieprojekte unterzeichnet, vorrangig in den Bereich Onshore-Energieanlagen, Abfallwirtschaft und Windenergie. Wie die Unternehmen mitteilen, wird auch die Realisierung einer neuen und dringend benötigten Anlage zur Kohlenstoffabscheidung in Erwägung gezogen.

„Wir freuen uns sehr, diese Vereinbarung mit einem Partner wie Kværner zu unterzeichnen, um die Energieinitiativen von Fortum weiter zu stärken. Eines der möglichen Projekte ist die Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS) für Waste-to-Energy-Anlagen (WtE). CCS eignet sich sehr gut zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Schaffung einer saubereren Welt“, sagt Pekka Lundmark, Präsident und CEO von Fortum.

Fortum investiert bereits in die CO2-freie Energieerzeugung und testet aktiv Lösungen zur Kohlenstoffabscheidung und andere Initiativen zur Reduzierung der CO2-Emissionen.

„Anlagen zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung werden für Kvaerner in Zukunft ein wichtiger Schwerpunkt sein“, sagt Karl-Petter Løken, President und CEO von Kværner.

Als Betreiber der Müllverbrennungsanlage Klemetsrud will Fortum 400.000 Tonnen, das heißt 90 Prozent der CO₂-Emissionen der Anlage, auffangen und speichern. Dies ist der wichtigste Schritt, um das Ziel der Stadt Oslo zu erreichen, die Treibhausgasemissionen bis 2022 um 50 Prozent und bis 2030 um 95 Prozent zu senken.

Die Abfallbehandlung ist eine der Hauptquellen für CO2-Emissionen auf der ganzen Welt, und die Erfahrungen und Lösungen von Klemetsrud könnten ein Schlüsselfaktor für die internationale Positionierung der norwegischen Industrie in diesen Bereichen sein, teilen die Unternehmen mit. Die Initiative von Fortum wird im bevorstehenden nationalen Plan für Anlagen zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung berücksichtigt, der voraussichtlich Ende 2020 von der norwegischen Regierung vorgelegt wird.

Kværner war unter anderem Hauptauftragnehmer für das große Testzentrum für die CO2-Abscheidung in Mongstad, Norwegen und lieferte Dutzende von Offshore-Windkraftanlagen.

Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Errichtung eines Zwischenspeichers für flüssiges CO2. Von links; Hafendirektor Ingvar Mathisen, Hafen von Oslo, Liv Monica Stubholt, Vorsitzender von Fortum Oslo Varme, Marthe Scharning Lund, Stadtrat für Industrie und Eigentum, Gemeinde Oslo, Roger Schjerva, Vorsitzender des Hafens Oslo, und Eirik F. Tandberg, Geschäftsführer, Fortum Oslo Heizung.©Forum

Im Oktober vergangenen Jahres hat die Fortum Oslo Varme AS mit dem Oslo Harbour KF eine Vereinbarung zur Einrichtung einer Zwischenspeicherung für flüssiges CO2 in Sydhavna unterzeichnet. Von hier aus soll CO2 aus der Energierückgewinnungsanlage in Klemetsrud zur dauerhaften Speicherung unter dem Meeresboden weitergeleitet werden. Die Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt zur Realisierung des CO2-Abscheidungsprojekts in Oslo.

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