Umfrage: Norwegen als verlässlichster Energielieferant

62 Prozent der Befragten sieht Norwegen als verlässlichsten Energie-Partner, gefolgt von Kanada mit 46 Prozent und Russland mit 34 Prozent.@Wintershall
Nach einer aktuellen forsa-Umfrage sehen 62 Prozent der Befragten Norwegen als verlässlichsten Energie-Partner, gefolgt von Kanada mit 46 Prozent und Russland mit 34 Prozent.@Wintershall

Berlin, 31. Juli 2017. Eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger lehnt die von den USA geplante Erweiterung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland ab. Während sich die Hälfte der befragten Deutschen schon für eine weitere Diversifizierung der Erdgasversorgung ausspricht, setzen dabei nur sechs Prozent auf mehr Importe von amerikanischem Flüssiggas. Norwegen gilt als der verlässlichste Energielieferant. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes forsa. Im Auftrag von Wintershall hat forsa mehr als 1000 Bundesbürger befragt. 


62 Prozent der Befragten sehen Norwegen als verlässlichsten Partner, um die rückläufige Erdgasproduktion in Europa auszugleichen. Es folgen Kanada (46 Prozent) und Russland (34 Prozent). Die USA sind gegenüber vergleichbaren älteren Umfragen bei der Vertrauenswürdigkeit abgestürzt und gelten nach Brasilien und Argentinien (je 18 Prozent), Mexiko (17 Prozent), dem Mittleren Osten und dem kaspischen Raum (je 16 Prozent) nur noch bei aktuell 13 Prozent der Bundesbürger als verlässliches Energielieferland. Damit liegen die USA nur noch knapp vor dem Iran (9 Prozent), Irak und Nordafrika (je 5 Prozent). Im November 2013 hielten noch 50 Prozent der Deutschen die USA für einen verlässlichen Energielieferanten.

Die große Mehrheit der Deutschen (83 Prozent) lehnt die geplante Erweiterung der Wirtschaftssanktionen ab, die auch die Tätigkeit deutscher und europäischer Unternehmen einschränken würden. Dementsprechend stimmen der von deutschen und österreichischen Politikern geäußerten Kritik an den geplanten Sanktionen 86 Prozent zu, während nur eine kleine Minderheit (7 Prozent) die Kritik als übertrieben empfindet. Der Begründung der USA, die Sanktionen seien eine Reaktion auf die mögliche Einmischung Russlands bei den US-Präsidentschaftswahlen, glauben nur wenige. Über drei Viertel (77 Prozent) der Befragten sehen vor allem eigene Wirtschaftsinteressen der USA auf dem europäischen Erdgasmarkt als Handlungsmotiv.

Für mehr als 80 Prozent der Bundesbürger haben die Bezahlbarkeit sowie die sichere Verfügbarkeit oberste Priorität bei der Erdgasversorgung. Als relevant werden ebenfalls diversifizierte Lieferländer und Transportwege (50 Prozent) erachtet. Allerdings wünschen sich nur sechs Prozent, in Zukunft weniger Erdgas aus Russland und stattdessen mehr amerikanisches Flüssiggas zu importieren. Lediglich für ein knappes Viertel (24 Prozent) ist es besonders wichtig, dass Ländern, die bisher von Einnahmen aus dem Gastransport profitieren, auch in Zukunft Transiteinnahmen zur Verfügung stehen.

„Bei einer vergleichbaren Umfrage im März dieses Jahres hielten immerhin noch fast ein Viertel der Deutschen die USA für einen verlässlichen Energielieferanten. Dieser Anteil hat sich innerhalb von nur drei Monaten halbiert. Das ist ein klares Indiz für die kritische Wahrnehmung der aktuellen US-Politik unter Präsident Trump durch die Bundesbürger“, erläutert Prof. Manfred Güllner, Gründer des forsa-Instituts.

Die Wintershall Holding GmbH mit Sitz in Kassel ist eine 100-prozentige Tochter der BASF in Ludwigshafen und seit 120 Jahren in der Rohstoffgewinnung aktiv, mehr als 85 Jahre davon in der Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas. Das Unternehmen fördert Erdgas und Erdöl sowohl in Russland als auch in Norwegen sowie in Nordafrika, Südamerika und zunehmend auch die Region Middle East.

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