NHO: Firmen besorgt über unvorhersehbare Steuerpraxis

Norwegischen Unternehmen sind laut einer NHO-Umfrage besorgt über steuerliche Unsicherheiten.©Clare Jortveit
Norwegischen Unternehmen sind laut einer NHO-Umfrage besorgt über steuerliche Unsicherheiten.©Clare Jortveit

Oslo, 11. April. Firmen in Norwegen brauchen eine größere Vorhersehbarkeit der Steuerpraxis. Das ergab eine Umfrage unter 2.096 Mitgliedsunternehmen des norwegischen Unternehmerverbandes NHO im ersten Quartal dieses Jahres. Auf die Frage, welche Bedingungen für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit wichtig sind, betrafen sechs von 22 Vorschlägen die Steuer. Eine bessere Vorhersehbarkeit war der zweitwichtigste Steuervorschlag. Über 20 Prozent glauben, dass diesem Thema mehr Beachtung geschenkt werden muss.

Damit liegen die norwegischen Firmen auf der Linie des jüngsten Berichtes „Tax Certainty“ der OECD und des IWF, der anlässlich des Treffens der Finanzminister und der Zentralbankchefs der G20 im März in Baden-Baden veröffentlicht wurde. In diesem Bericht wurden die Themen Steuersicherheit und die Bedeutung der Vorhersehbarkeit von Steuererhebungen insbesondere für den internationalen Handel und grenzüberschreitende Investitionen thematisiert.

Wie NHO weiter mitteilt, gebe es Beispiele, da potenzielle ausländische Investoren berichten, dass die Höhe der Besteuerung auf Maschinen und Anlagen so unsicher sei, dass sie zögerten, sich in einer norwegischen Gemeinde niederzulassen. Mehrere Mitglieder hätten auch von ihrer Wahrnehmung berichtet, dass die Finanzämter Bestimmungen zunehmend strenger und unberechenbarer auslegen.

NHO-Steuerexperten werden sowohl die nationalen als auch die internationalen Fragen in einer der nächsten Sitzungen mit dem Finanzministerium besprechen. Auch werde die NHO das Thema beim Business and Industry Advisory Committee der OECD und bei BUSINESS EUROPE, ein Dachverband, der vorrangig in der EU aktiv ist, zur Sprache bringen.

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