1000-Kronen-Banknote bleibt in Norwegen als Zahlungsmittel gültig

Das Hauptmotiv der 1000-Kronen-Banknote ist eine Welle auf dem offenen Meer. Die Welle symbolisiert das Meer als Gegenkraft, gegen die wir uns stemmen, und als treibende Kraft, die uns vorwärtsbringt.©Norges Bank

Oslo, 29. April 2026. Im Januar dieses Jahres hat das Finanzministerium die norwegische Zentralbank Norges Bank um eine neue Bewertung der Stückelungsstruktur der norwegischen Banknoten gebeten, um geeignete Instrumente zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität zu prüfen. Økokrim, die Behörde zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität, hatte sich für die schrittweise Abschaffung der Banknoten mit dem höchsten Nennwert ausgesprochen. Außerdem wies das Ministerium darauf, dass sich die Nutzung von Bargeld in den letzten Jahren deutlich verändert hat. Norges Bank hat nun entschieden, die 1000-Kronen-Banknote als gültiges Zahlungsmittel beizubehalten, gibt jedoch keine 1000-Kronen-Banknoten mehr an Banken aus. Die 1000-Kronen-Banknote bleibt als Zahlungsmittel gültig und kann wie bisher verwendet werden.

In einem Schreiben an das Finanzministerium erklärt Ida Wolden Bache, Gouverneurin der Zentralbank, dass eine schrittweise Abschaffung zum jetzigen Zeitpunkt nicht angemessen ist. Mit einem Stopp der Ausgabe von 1000-Kronen-Scheinen an Banken werde die Anzahl der im Umlauf befindlichen 1000-Kronen-Banknoten ohnehin schrittweise abnehmen. Bei Bedarf, beispielsweise in einer Notsituation, können vorhandene Bestände wieder schnell in Umlauf gebracht werden.

Auch wenn die Bargeldnutzung rückläufig ist, ist die Norges Bank überzeugt, dass Bargeld im Zahlungssystem weiterhin eine wichtige Rolle spielt. Wolden Bache betont in ihrem Schreiben, dass Bargeld die einzige funktionierende Zahlungsmethode ist, wenn elektronische Zahlungssysteme ausfallen, und dazu beiträgt, dass jeder Mensch unabhängig von seinen digitalen Kompetenzen die Möglichkeit zum Bezahlen hat.

Die Zahlungsumfragen der Norges Bank zeigen, dass die Nutzung von Bargeld seit der letzten Analyse der Banknotenzusammensetzung im Zusammenhang mit der neuen Banknotenserie (Ausgabe 2017–2019) deutlich zurückgegangen ist. Die Umfrage von 2013 ergab, dass rund 15 Prozent der Zahlungen im Einzelhandel und zwischen Privatpersonen bar abgewickelt wurden. 2017, mit der Einführung der ersten Banknoten der aktuellen Serie, lag der Bargeldanteil bei 12 Prozent. Die diesjährige Umfrage zeigt einen Anteil von drei Prozent. Darüber hinaus ergab sie, dass 71 Prozent der Barzahlungen unter 500 Kronen lagen, 10 Prozent zwischen 500 und 1.000 Kronen und 19 Prozent 1.000 Kronen oder mehr. Der Medianwert der Barzahlungen betrug 300 Kronen.

Im vierten Quartal 2025 führte die Norges Bank eine etwas umfangreichere Bargeldumfrage unter privaten Haushalten durch. Diese zeigte einen annähernd gleichen Anteil an Bargeldnutzung wie die Zahlungsumfrage. Gleichzeitig gaben 25 Prozent der Befragten an, monatlich oder häufiger Bargeld zu verwenden.

Die Menge an Bargeld im Umlauf ist seit 2015 rückläufig und hat sich im Zeitraum 2015–2025 um rund ein Viertel verringert. Der Wert der im Umlauf befindlichen Banknoten betrug 2025 ca. 33,6 Milliarden NOK. Insbesondere die Anzahl der 1000-Kronen-Banknoten ist gesunken: von 17 Millionen im Jahr 2015 auf 7,2 Millionen im Jahr 2025. Die 500-Kronen-Banknote ist heute die mit Abstand dominierende Stückelung im Umlauf, sowohl hinsichtlich der Anzahl als auch des Wertes. Im Jahr 2025 befanden sich durchschnittlich 36,5 Millionen 500-Kronen-Banknoten im Umlauf, was etwa einem Drittel der gesamten Geldscheine entspricht. Im Vergleich dazu machte die 1000-Kronen-Banknote 6,5 Prozent der gesamten Banknotenanzahl aus. Die 200- und 500-Kronen-Banknoten sind an fast allen Geldautomaten erhältlich, während die 1000-Kronen-Banknote nur in geringem Umfang über Geldautomaten verbreitet wird.

Bargeld besitzt Eigenschaften, die es für bestimmte Straftaten, darunter Geldwäsche, prädestinieren, heißt es in dem Schreiben. Verschiedene Verordnungen legen Höchstgrenzen für Barzahlungen fest, unter anderem zur Bekämpfung von Kriminalität. Das Geldwäschegesetz sieht eine Höchstgrenze von 40.000 NOK für Barzahlungen an Einzelhändler vor. Gemäß dem Steuergesetz und dem Mehrwertsteuergesetz erhalten Händler keine Steuerermäßigung für bar bezahlte Waren und Dienstleistungen ab einem Betrag von 10.000 NOK. Gleichzeitig räumt das Finanzvertragsgesetz Verbrauchern das Recht ein, in bedienten, festen Verkaufsstellen bis zu 20.000 NOK bar zu bezahlen. Das Konsultationsschreiben des Finanzministeriums zur Umsetzung des neuen EU-Geldwäschepakets in norwegisches Recht schlägt eine Senkung einiger dieser Höchstgrenzen vor. Die norwegische Zentralbank (Norges Bank) befürwortet in ihrer Stellungnahme eine gewisse Reduzierung der höheren Höchstgrenzen.

Finden Sie hier Informationen zu den gültigen Banknoten und Münzen.

   

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