Norwegen startet globale Initiative zum Meeresfrüchtekonsum

Oslo, 20. April 2026. Norwegens Regierung setzt sich verstärkt dafür ein, dass Meeresfrüchte einen größeren Anteil am Speiseplan der Bevölkerung einnehmen. Eine internationale Arbeitsgruppe soll künftig den Konsum von Meeresfrüchten fördern. Sie wird Teil des „Globalen Aktionsnetzwerks Nachhaltige Nahrungsmittel aus den Ozeanen und Binnengewässern für Ernährungssicherheit und Ernährung“ sein, das Norwegen während der UN-Dekade der Ernährung fast zehn Jahre lang geleitet hat. Die Gründung der Arbeitsgruppe erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die UN-Dekade der Ernährung bis 2030 verlängert wurde. Die Initiative wurde während der Konferenz „Aquatische Nahrungsmittel für resiliente Ernährungssysteme“ bekannt gegeben, die vom Ministerium für Handel, Industrie und Fischerei im Rahmen der One Ocean Week in Bergen organisiert wurde.

„Wir werden uns für Wissensaustausch, politische Maßnahmen und sektorübergreifende Zusammenarbeit einsetzen. Es nützt wenig, robuste und nachhaltige Ernährungssysteme zu haben, wenn die Lebensmittel nicht Teil der Ernährung der Menschen sind. Um erfolgreich zu sein, müssen Meeresfrüchte zugänglich, attraktiv und den Ernährungsempfehlungen entsprechend sein“, erklärt Norwegens Fischereiministerin Marianne Sivertsen Næss.

Die Ministerin hat außerdem eine Expertengruppe eingesetzt, die Maßnahmen zur Verbesserung der Rohstoffqualität empfehlen und aufzeigen soll, wie eine bessere Qualität zur Wertsteigerung der Rohstoffe in der Wildfischindustrie beitragen kann.

„Eines meiner wichtigsten Projekte für die Zukunft ist die Förderung einer zukunftsorientierten und wettbewerbsfähigen Fischereiwirtschaft in Norwegen. Die Fischereiwirtschaft trägt entlang der gesamten Küste zu Arbeitsplätzen, wirtschaftlicher Aktivität und Siedlungsentwicklung bei. Um uns bei dieser wichtigen Aufgabe zu unterstützen, habe ich eine Expertengruppe mit umfassender Expertise und Erfahrung eingerichtet“, so Sivertsen Næss weiter.

 Die Expertengruppe wird unter anderem konkrete Anregungen und Empfehlungen geben, wie die Qualität der Rohstoffe in der Wildfischindustrie bei Fang und Verarbeitung verbessert und der Direktvertrieb von Fisch optimiert werden kann, um den Wert der Rohstoffe zu steigern. Die Gruppe setzt sich aus Fachleuten mit Erfahrung und Einblicken in Fang, Industrie und Markt zusammen.

Nofima, das norwegische Lebensmittelforschungsinstitut, und das Norwegische Fischereidirektorat werden ebenfalls in die Arbeit einbezogen. Die Expertengruppe soll während des gesamten Prozesses beratend tätig sein und dem Minister für Fischerei und Ozeane bis zum 1. März 2027 ihre abschließende Empfehlung vorlegen.

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