Oslo, 27. Mai 2025. Alle Regierungsbehörden sollen bei der Lösung ihrer Aufgaben künstliche Intelligenz auf sichere und systematische Weise einsetzen. Das hat die Regierung in einem rund 200-seitigen Rundschreiben zur Digitalisierung zum Ausdruck gebracht, das an alle Behörden und nachgeordneten Unternehmen des Landes versandt wird. Das Digitalisierungsrundschreiben ist eine Zusammenstellung von Anforderungen, Hinweisen und Empfehlungen zur Digitalisierung im öffentlichen Sektor. Es ersetzt das Rundschreiben D-1/24 und ist bis zum Erscheinen eines neuen Digitalisierungsrundschreibens gültig. Das dritte Update ist ein Verweis auf die bevorstehende Umsetzung der EU-Vorschriften zur Erleichterung der Wiederverwendung und Weiterverwendung von Informationen in norwegisches Recht.
„Norwegen wird bis 2030 das am stärksten digitalisierte Land der Welt sein. Dies wird auf sichere und systematische Weise geschehen. Deshalb sende ich heute ein klares Signal an alle staatlichen Stellen, was Priorität haben sollte“, sagt Karianne Tung, Ministerin für Digitalisierung und öffentliche Verwaltung.
Behörden und Unternehmen sollen ermitteln, wo der Einsatz von KI dazu beitragen kann, bessere Dienste anzubieten und Aufgaben effizienter zu lösen. Die Regierung fordert außerdem, dass die Mitarbeiter die Unternehmensroutinen zur Nutzung künstlicher Intelligenz gut verstehen.
Das Rundschreiben betont daher, dass ausreichende Analysen des Datenschutzrisikos durchgeführt werden müssen. Öffentliche Einrichtungen müssten sicherstellen, dass die von ihnen beschafften digitalen Lösungen den Anforderungen des eingebauten Datenschutzes entsprechen.
„Künstliche Intelligenz bietet große Chancen, bessere und effizientere Dienste zu entwickeln, und diese sollten wir nutzen. Gleichzeitig müssen alle technologischen Lösungen umsichtig und verantwortungsvoll eingesetzt und die Privatsphäre geschützt werden“, sagt Tung.
Das Digitalisierungsrundschreiben unterstützt die Umsetzung der nationalen Digitalisierungsstrategie Das digitale Norwegen der Zukunft – Nationale Digitalisierungsstrategie 2024–2030.
